Cercospora: Felder kontrollieren!

Fungizidbehandlung

Rübenfelder sollten bereits jetzt auf Cercospora-Befall kontrolliert werden. Bis zu 30% Ernteverluste drohen, wenn man die Cercospora-Blattfleckenkrankeit bei Zuckerrübe nicht behandelt. Der Befallsdruck ist je nach Region und Bestand unterschiedlich. Er ist laut DI Friedrich Kempl von der AGRANA in der Regel im Osten und Nordosten Österreichs am höchsten.

Marchfeld, Seewinkel, Weinviertel und das Gebiet entlang der March sind aufgrund der höheren Temperaturen begünstigte Lagen für den Pilz. Besonders gefährdet sind Bestände ab Blattschluss, in Staulagen, bei feuchtwarmer Witterung und in der Umgebung von Rübenfeldern des Vorjahres, insbesondere, wenn ein Befall bereits vorhanden war. Die Bonitur der Felder sollte wöchentlich erfolgen. Ist die Bekämpfungsschwelle erreicht, müssen unmittelbar Fungizide ausgebracht werden. Der Experte rät zu Mitteln mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Triazolen und der Strobilurinen.

Nicht zu früh oder zu spät spritzen

Blattfleckenkrankheit
Schadsymptom der Krankheit. Foto: IfZ
Befallene Pflanzen zeigen 2-3 mm große, kreisrunde, graubraune bis silbergraue Flecken mit dunklem Rand. Entscheidend für den Erfolg der Behandlung ist der richtige Termin: spritzt man zu früh, verfällt ein Großteil der Wirkungsdauer, bringt man das Fungizid zu spät aus, ist keine ausreichende Wirkung vorhanden. Die Bekämpfungsschwellen von Cercospora liegen bis Ende Juli bei 5% befallener Blätter, bis 15ten August bei 15% befallener Blätter und ab dem 15ten August bei 45% befallener Blätter.

Schlagworte

Cercospora, Blätter, befallener, Befall, Felder, 15ten, Blattfleckenkrankeit, vorhanden, Fungizide, behandelt

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