Stärkekartoffeln: Aktuelle Trends steigern Nachfrage

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VÖSK-Obmannstellvertreter Franz Inhofner, VÖSK-Geschäftsführerin Anita Kamptner, VÖSK-Obmann Alfred Sturm, Fachreferent und Vizepräsident des Europäischen Stärkekartoffelverbandes CESPU aus Dänemark Peter C. Petersen, Agrana-Generaldirektor Johann Marihart und Landwirtschaftskammer Niederösterreich-Vizepräsident Otto Auer. (Foto: VÖSK)

Rund 350 Besucher nahmen an der jüngst abgehaltenen Generalversammlung samt Fachtag der Vereinigung Österreichischer Stärkekartoffelproduzenten (VÖSK) teil. Das Fachprogramm zeigte aktuelle Trends auf, die den Stärkekartoffel-Anbauern zu Gute kommen.

„Jahr für Jahr zeigen unsere heimischen Stärkekartoffelproduzenten, was alles möglich ist. Witterung und Marktlage sind wesentliche Faktoren für diese wichtige Branche der Landwirtschaft. Aber auch die aktuellen Trends sind für unsere Bäuerinnen und Bauern entscheidend, um künftig erfolgreich am Markt bestehen zu können und diese spielen uns derzeit in die Hände. Hier ist das Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft“, erklärt Landwirtschaftskammer Niederösterreich-Vizepräsident Otto Auer bei der Generalversammlung am Vormittag und begrüßt die positiven Zukunftsaussichten.

Diese würden vor allem durch die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen unterstützt, wie das Fachprogramm zeigte. „Ich sehe die Zukunft der Kartoffelstärke am internationalen Markt sehr positiv. Es ist DIE unsichtbare Zutat, die in jedem Einkaufskorb landet“, so Fachreferent Peter C. Peterson, Vizepräsident des Europäischen Stärkekartoffelverbandes CESPU und Stärkekartoffelbauer aus Dänemark. Egal ob Ketchup, Süßigkeiten, Teige oder Soßen – überall spiele Kartoffelstärke eine wichtige Rolle.

Veganer Trend schafft Möglichkeiten

Aber auch der „Vegan-Trend“ unterstützt die Absatzmöglichkeiten für Stärkekartoffelproduzenten. „Die Kartoffelstärke ist aktuell und trendy. Sie ist rein pflanzlich und frei von Allergenen, Gluten oder Laktose“, so Peterson weiter. Zusätzlich könne die Kartoffelstärke im Rahmen der derzeitigen Ernährungstrends mit ihrer Viskosizität, dem neutralen Geschmack, der transparenten Farbe, ihrem hohen Proteingehalt und ihrer langen Haltbarkeit punkten. „Im Vergleich zu anderen Marktfruchtkulturen rechnet sich die Stärkekartoffelproduktion sehr gut. Natürlich ist dafür auch der Ertrag entscheidend. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass unsere Bäuerinnen und Bauern im Vorfeld sehr viel Geld in die Hand nehmen müssen und auch der Arbeitseinsatz ein sehr großer ist“, gibt Vizepräsident Otto Auer zu bedenken. Laufend neue Entwicklungen würden neue Absatzmöglichkeiten für Kartoffelstärke auf den Markt bringen.

Optimistische Aussichten für die Zukunft

Derzeit wird nach Einsatzmöglichkeiten gesucht, um auch die Fasern, die bei der Kartoffelstärkeproduktion anfallen, entsprechend nutzen zu können. „Ich teile den Optimismus für die Zukunft der Stärkekartoffeln und freue mich über die Ankündigung von Agrana-Generaldirektor Marihart, dass Agrana in Österreichs einzigem Stärkekartoffelwerk in Gmünd weiter investieren will. Dieses klare Bekenntnis zum Standort im Waldviertel ist für die Stärkekartoffelanbauer eine Motivation, die Produktion professionell weiterzuführen und auszubauen“, so Alfred Sturm, Obmann der Vereinigung Österreichischer Stärkekartoffelproduzenten (VÖSK). Er weist abschließend noch auf eine Neuerung hin: „Das bisherige Delegiertensystem unserer Vereinigung wird künftig von einer alljährlichen Vollversammlung aller Mitglieder ersetzt.“

Schlagworte

Stärkekartoffelproduzenten, Vereinigung, Kartoffelstärke, VÖSK, Österreichischer, Bäuerinnen, Fachprogramm, Stärkekartoffeln, Generalversammlung, Zukunft

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