Stmk: Das ist der Bauernhof des Jahres 2017

Bauernhof des Jahres 2017
Präsident Franz Titschenbacher (l.) und Kammerdirektor Werner Brugner (r.) gratulieren Cornelia Kaindlbauer und Anton Riebenbauer mit Tochter Rosalie. Fotos: LK/Danner

Anton Riebenbauer jun., vulgo Putz, und seiner Familie aus Pinggau bei Friedberg dürfen sich über den Titel „Bauernhof des Jahres 2017" freuen. Die Biobauern bewirtschaften einen Mutterkuhbetrieb mit Direktvermarktung, einem Mostwirtshaus mit einer Hofbrauerei und einer Bauernbrot-Backstube. Auf Facebook halten sie ihre Kunden über alle Aktivitäten am Hof auf dem Laufenden.

Der dritte Wettbewerb um den begehrten Titel „Bauernhof des Jahres 2017“ der Landwirtschaftskammer und der Landwirtschaftlichen Mitteilungen ist entschieden. Anton Riebenbauer jun., vulgo Putz, mit seiner Familie in Pinggau bei Friedberg hat nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Biobeeren- und Käferbohnenspezialisten Armin Lenz aus Dirnbach/Straden den ersten Platz mit 29.278 Stimmen (51 Prozent) erzielt.

Bauernhof des Jahres
Anton Riebenbauer und Lebenspartnerin Cornelia Kaindlbauer sowie Tochter Rosalie freuen sich sehr über den Titel „Bauernhof des Jahres 2017".
„Das Gespräch mit den Kunden und Gästen zeigt uns den Weg zum Erfolg“, sind Anton Riebenbauer und Lebenspartnerin Cornelia Kaindlbauer überzeugt. Ihr Hof auf 700 Metern Seehöhe, hoch über Pinggau und Wurzeln bis ins Jahr 1600, steht auf drei Standbeinen:
Biolandbau. Als Biobauern betreuen sie 35 Mutterkühe mit ihren Kälbern, auf ihren Äckern bauen sie Roggen und Hafer als Rinderfutter sowie Dinkel für Brot und Gebäck an.
Bauernbrot. Daraus bäckt Seniorbäuerin Theresia Riebenbauer nach traditionellen Hausrezepten ihr nicht nur im Wechselland beliebtes Bauernbrot.
Mostwirtshaus mit Hofbrauerei, Caterer, Direktvermarkter. In dem charaktervollen Mostwirtshaus „Putz´n Bräu“ kredenzt Familie Riebenbauer alle Spezialitäten des Hauses, die sonst auch direktvermarktet werden: Von der Buschenschank-Jause über Säfte und Moste von eigenen Streuobstwiesen bis hin zum selbstgebrauten bernsteinfarbenen Bier mit leicht karamellartigen Geschmack. Im Gastraum des „Putz´n Bräu“, für das es natürlich eine Konzession gibt, stehen die kupferfärbigen Brautanks – man kann live beim Brauen von Bauernhof-Bier dabei sein. Und weil Familie Riebenbauer stets offen für Neues ist, sind sie mit ihren hausgemachten Lebensmitteln und Getränken auch beliebte Caterer bei Firmenveranstaltungen, Familienfeiern oder Festen.

Mit Facebook in Kontakt mit den Kunden

Nicht nur Mundpropaganda, Telefon oder E-Mail verbinden Familie Riebenbauer mit ihren Kunden, sondern vor allem auch Facebook.„Unsere Kunden aus Wien und im Wechselland erfahren über Facebook, wann es bei uns wieder gutes Styria-Beef gibt, wann das Roggenbrot aus dem selbstgemahlenem Getreide noch ofenwarm ist und wann Most und Obstsäfte lieferfähig sind. Und: Wann wir bei unserem Mostwirtshaus ausg´steckt haben“, erzählt Anton Riebenbauer (Tel. 0664/4100074 oder 03339/22373).

"Jeder kann unseren Betrieb anschauen"

„Wir haben unsere Stalltüren immer offen und zeigen gerne wie unsere Tiere gehalten werden“, freuen sich AntonRiebenbauer und die Lehrerin Cornelia Kaindlbauer auf alle Interessierten, die gerne hinter die Kulissen ihrer Landwirtschaft sowie Bierbrauerei blicken wollen.

Gemüsebauer Lenz
Der junge wilde Gemüsebauer Armin Lenz erzielte Platz 2. Der innovative Bauer kultiviert Biobeeren. Foto: KK
Junger wilder Gemüsebauer wird Zweiter

Die Käferbohnen und neuerdings auch Beeren spielen auf dem Hof von Familie Lenz eine große Rolle. Vater Robert Lenz gilt als großer steirischer Käferbohnen-Pionier. Sohn Armin Lenz wird den elterlichen Betrieb übernehmen und führt bereits selbständig einen Bio-Beerenhof, auf dem er Bio-Heidelbeeren und ab 2017 auch Brombeeren und Himbeeren in Bioqualität kultivieren wird. „Ich freue mich, dass ich im Ranking so weit vorne bin. Für meine künftigen Vorhaben ist das ein riesiger Motivationsschub“, sagt Armin Lenz, der auch der 20-köpfigen Gruppe der „Jungen wilden Gemüsebauern“ angehört.
Armin Lenz: Tel. 0664/8982615.

57.385 Stimmen wurden abgegeben

Bereits zum dritten Mal haben Landwirtschaftskammer und die agrarische Fachzeitung Landwirtschaftlichen Mitteilungen den ‚Bauernhof des Jahres‘ gekürt. Bei diesem Online-Voting wurden zwischen 15. Dezember 2016 und 16. Jänner 2017 exakt 57.385 Stimmen abgegeben. Insgesamt waren 23 innovative land- und forstwirtschaftliche Betriebe nominiert, die im abgelaufenen Jahr in dieser Fachzeitung als wegweisend vorgestellt wurden. „Wir gratulieren den Siegern und allen weiteren 21 Teilnehmern des Wettbewerbes herzlich. Der ‚Bauernhof des Jahres‘ sowie die insgesamt 23 Kandidaten für diese Auszeichnung sind wichtige Botschafter für die bäuerliche Familienlandwirtschaft und für regionale Lebensmittel“, unterstreichen Präsident Franz Titschenbacher, Vizepräsidentin Maria Pein und Kammerdirektor Werner Brugner.

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