Über 4000 Betriebe pro Jahr weniger

Landwirt und Kuh
Rund 66.500 aller erhobenen Betriebe (38,4%) werden als Bergbauernhöfe geführt. Etwas mehr als 21000 Betriebe werden biologisch bewirtschaftet. Foto: Altmann

173.317 land- und forstwirtschaftliche Betriebe wurden bei der Agrarstrukturerhebung 2010 von Statistik Austria gezählt. Im Vergleich zur letzten Vollerhebung im Jahr 1999 bedeutet dies einen Rückgang um 44.191 Betriebe (-20,3%).

Trend zu größeren Betrieben
Der Trend zu größeren Betriebseinheiten hält ungebrochen an: Die Durchschnittsgröße eines österreichischen Betriebes lag 2010 bei 42,4 ha, rund 11 ha mehr als noch beim EU-Beitritt 1995. Ähnlich die Entwicklung bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche: Hier beträgt die Steigerung 3,5 ha auf 18,8 ha.

Nach Größenklassen unterteilt bewirtschafteten im Jahr 2010 rund 125000 Betriebe (72,0%) weniger als 30 ha. Nur knapp über 7.600 Betriebe (4,4%) hatten mehr als 100 ha. Die stärkste Zunahme von Betrieben verzeichneten die Klassen von 50 bis unter 100 ha mit 38%  bzw. von 100 bis unter 200 ha mit 39%. Hingegen wurde in der Klasse von unter 5 ha der stärkste Rückgang (-47%) festgestellt.

Tierhaltung: 28 Rinder im Schnitt

Auch bei der Tierhaltung ist der Trend zu immer größeren Einheiten zu beobachten: So hielt ein österreichischer Landwirt im Jahr 2010 im Durchschnitt 28 Rinder, während 1995 die durchschnittliche Herdengröße noch bei 20 Tieren lag. Bei Schweinen war die Steigerung am größten, und zwar von 35 auf 85 Tiere, bei Schafen von 18 auf 27 und bei den Ziegen von 4 auf 8 Tiere.

Betriebsstruktur: Rund 40 % im Haupterwerb

Von den 173.317 Betrieben wurden 39% im Haupterwerb und 54% im Nebenerwerb (gesamte Arbeitszeit des Betriebsinhaberehepaars über bzw. unter 50%) geführt. Bei den restlichen 7% handelte es sich um Personengemeinschaften bzw. Betriebe juristischer Personen. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 1995 34% aller Betriebe im Haupterwerb und 63% im Nebenerwerb geführt. Der Anteil an Personengemeinschaften bzw. Betriebe juristischer Personen betrug 3%.

Als Bergbauernbetriebe wurden 66.519 Betriebe (38,4%) eingestuft, 21.180 Bewirtschafter (13,8%) gaben an, ihren Betrieb nach biologisch anerkannten Kriterien zu führen.
64.102 oder 37% der Betriebe befassten sich schwerpunktmäßig mit der Rinderhaltung, 46.564 (26,9%) mit der Forstwirtschaft und 21.390 (12,3%) waren Marktfruchtbetriebe.

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