Vogelgrippe breitet sich weiter aus

Huehner

In Salzburg, Niederösterreich und dem Burgenland sind in den vergangenen Tagen neue Fälle der Vogelgrippe bestätigt worden – bei Wild- und Nutzgeflügel. Erst letzte Woche wurde bei fünf toten Schwänen in der Steiermark der Virus des Typs A H5/N8 amtlich festgestellt.

In Salzburg wurde am Mittwoch dieser Woche ein weiterer Vogelgrippe-Fall bestätigt: Es handelt sich um eine verendete Tafelente, die am Mattsee im Ortsteil Ramoos gefunden wurde. Das Tier wurde von der Landesveterinärdirektion zur Untersuchung eingesendet. Die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) hat nun eine Infektion mit H5N8 bestätigt. Es handelt sich damit um den dritten Vogelgrippefall in Salzburg. "Dieser neue Fall verändert die Situation in unserem Bundesland nicht, da schon bisher die Regelung für erhöhtes Geflügelpestrisiko gilt. Zusätzliche Maßnahmen sind dadurch nicht notwendig", so Landesveterinärdirektor Josef Schöchl. Die Vorsorgemaßnahmen nach der Geflügelpest-Verordnung seien aber strikt einzuhalten.

Vogelgrippe-Fall im Burgenland: Geflügelhaltung im Bezirk Eisenstadt-Umgebung betroffen

Die Veterinärverwaltung des Landes Burgenland bestätigte am Dienstag Abend das Auftreten der Vogelgrippe (Subtyp H5N8) in einer Geflügelhaltung im Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Bei dem Betrieb handle es sich um eine Hobby-Freilandhaltung für den privaten Bedarf, wurde berichtet. Am Gelände des Tierhaltungsbetriebs gibt es einen Teich, der auch von Wildgeflügel benutzt wird. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass es über das Wildgeflügel zu einem Eintrag der Krankheit gekommen ist. Die Befürchtung der Übertragung der Geflügelpest von Wild- auf das Hausgeflügel besteht seit längerer Zeit und hat in der Vorwoche zur österreichweiten Stallpflicht für Geflügel geführt.

Der Betrieb wurde umgehend vom Amtstierarzt gesperrt. Die Tiere des Geflügelbestandes werden nun tierschutzgerecht gekeult, die Kadaver unschädlich beseitigt und der Betrieb anschließend gereinigt und desinfiziert. Um den betroffenen Betrieb werden sowohl eine Schutzzone (Radius mindestens 3 km), als auch eine Überwachungszone (Radius mindestens 10 km) gezogen. Innerhalb der Schutzzone werden alle geflügelhaltenden Betriebe amtstierärztlich untersucht.

Die bereits angeordneten Maßnahmen sind landesweit einzuhalten und werden auch kontrolliert. In allen Geflügelbetrieben müssen Biosicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Die Freilandhaltung von Geflügel ist verboten, die Tiere müssen so aufgestallt werden, dass kein Kontakt mit Wildvögeln stattfinden kann. Das bedeutet entweder Stallhaltung oder zumindest nach oben hin abgedeckte Haltung (Netze sind nicht ausreichend). Alle seuchenverdächtigen Vögel (Abfall der Legeleistung, Abfall der Futteraufnahme, vermehrte Todesfälle) müssen der zuständigen Veterinärbehörde gemeldet werden. Verendet aufgefundene Wasservögel und Greifvögel sind dem zuständigen Amtstierarzt zu melden. Das Betreten von gesperrten und verdächtigen Betrieben durch betriebsfremde Personen ist zu unterlassen, betont die Veterinärdirektion.

Toter Schwan in Niederösterreich positiv getestet

Am Mittwoch ist auch im Waldviertel ein Fall von Vogelgrippe bekannt geworden. Ein in Gmünd beim Großen Harabruckteich verendeter Schwan sei positiv auf Geflügelpest getestet worden, bestätigte Landesveterinärdirektor Wigbert Roßmanith, laut APA. Das Virus sei in einem Befund der AGES festgestellt worden. (aiz)

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Vogelgrippe, bestätigt, Salzburg, Burgenland, AGES, H5N8, Wild, Virus, Mittwoch, Niederösterreich

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