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Wien: Mehr als 2000 demonstrierten für Gentechnik-Verbot
Montag, 2. März 2009
Landwirte und Konsumenten fordern Selbstbestimmung für Regionen.
Mehr als 2000 Konsumenten und Landwirte aus allen Regionen Österreichs haben sich Samstag nachmittag am Wiener Ballhausplatz eingefunden, um für ein Gentechnik-Verbot zu demonstrieren.
Bekanntlich hat die EU-Kommission in Brüssel heute Montag erneut zur Abstimmung der österreichischen Anbauverbote für die Gentechnik-Maislinien MON810 (Monsanto) und T25 (Bayer) gedrängt. 

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Georg Pöchtrager, IG MIlch
Die Teilnehmer der Demonstration am Samstag forderten vor allem ein Recht auf Selbstbestimmung der Regionen. Georg Pöchtrager von der IG Milch sagte: „Wir stellen uns ganz klar gegen Gentechnik, sowohl in der Fütterung als auch im Anbau.“ Auch im Projekt Faire Milch werde nur gentechnikfreie Fütterung akzeptiert. Weder den Konsumenten noch den Landwirten bringe die Gentechnik Vorteile, es gehe nur  um die Konzerne, die eine totale Abhängigkeit der Bauern erreichen wollen. „Uns geht es um die Ernährungssouveränität und die Freiheit der Landwirte“, so der IG Milch-Landwirt. Er appellierte an die Konsumenten beim Einkauf kritisch zu sein und forderte eine Lebensmittel-Kennzeichnung, wo alle kennzeichnen müssen, die Gentechnik-Futtermittel einsetzen.

Fordern Recht auf Selbstbestimmung der Regionen

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Europa gestalten und wieder zu einem Europa der Menschen machen, war eine der Botschaften.
Ein Recht auf Selbstbestimmung der Regionen auf GVO-Freiheit forderte Irmi Salzer vom Agrarbündnis Österreich. Jens Karg von Global 2000 wies darauf hin, dass die EU-Kommission einen klaren Kurs gegen Gentechnikfreiheit, gegen eine lebensfreundliche Landwirtschaft und gegen eine nachhaltige Landwirtschaft fahre. Karg: „Wir brauchen ein gentechnikfreies Europa. Dazu müssen wir Europa beeinflussen, Europa gestalten und wieder zu einem Europa der Menschen machen.“ Die Kommission habe sich meilenweit vom Willen der Menschen, vom Willen der Mitgliedsstaaten, vom Willen der Konsumenten entfernt.
Alle Umfragen würden bestätigen: Die Menschen in Europa wollen keine Gentech-Landwirtschaft und die Regierungen sind mehrheitlich gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. „Einzig die Kommission stellt sich dagegen. Deswegen müssen wir die Kommission demokratisieren und Europa in den Gremien demokratisieren und so den Willen der Bevölkerung durchsetzen“, sagte der Sprecher von Global 2000.

Richard Leopold Tomasch von der Antigentechnikplattform Pro Leben: „Früher hatten wir in Österreich die bestkontrollierten Lebensmittel, da hieß es noch Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser.“ Jetzt kontrolliere nur mehr die europäische Lebensmittelkontrollstelle, indem sie die Gutachten der multinationalen Konzerne 1:1 übernehme. Das sei wirklich unentschuldbar.

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Die Teilnehmer kamen aus allen Teilen Österreichs. Hier die Region Steirisches Vulkanland.



 
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