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Fischler: "Brauchen neue nationale Initiativen" |
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Montag, 8. Februar 2010 |
"Damit unsere Bäuerinnen und Bauern auch weiterhin in der Lage sind, ihre wichtigen gesellschaftspolitischen Aufgaben wahrzunehmen, braucht es neue nationale und europäische Initiativen", sagte heute der Präsident des Ökosozialen Forums Franz Fischler im Rahmen des Eröffnungstages der Wintertagung 2010 auf der Universität Wien, zu dem rund 750 Interessierte kamen.
In einer verstärkten Zusammenarbeit innerhalb der Lebensmittel-Wertschöpfungsketten und einer stärkeren Bindung zu den BürgerInnen sieht Fischler einen Weg, um die brisante Einkommenssituation in der Landwirtschaft wieder zu verbessern.
"Wo steht festgeschrieben, dass Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel als EinzelkämpferInnen um die Gunst der KonsumentInnen ringen müssen? Beispiele aus anderen Ländern wie z. B. Italien zeigen, dass entlang der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln gemeinsame Vermarktungs- und Kommunikationsstrategien gefunden werden können und von diesen Kooperationen alle Beteiligten profitieren", so Fischler. Dabei könnten Genossenschaften und Herstellergemeinschaften eine aktive Schlüsselrolle einnehmen.
Bessere Kennzeichnung für verarbeitete Produkte und in Gastronomie
"Die Kennzeichnung der Lebensmittel und Produkte muss klarer und einfacher werden. Nur so erreichen wir einen höheren Bindungsgrad der KonsumentInnen zu den nachhaltig produzierten österreichischen Lebensmitteln," so Fischler weiter. Als Beispiel für fehlende Kennzeichnung und Orientierung nennt er die rasant anwachsende Außer-Haus-Verköstigung. Während im Supermarktregal deutlich erkennbar ist, ob ein Produkt aus heimischer Produktion stammt, können die KonsumentInnen diese Informationen im Gasthaus, in der Firmenkantine, im Spital oder in der Kaserne meist nicht bekommen.
Wintertagung noch bis zum 12. Februar
Chancen und Strategien für eine bessere Positionierung des österreichischen Agrarsektors im Markt stehen im Mittelpunkt der Wintertagung des Ökosozialen Forums bis 12. Februar 2010. Die Veranstaltungen sollen dazu motivieren, zukunftsfähige Chancen und Möglichkeiten besser zu erkennen und zu nutzen. Mit insgesamt sieben Fachtagen zu verschiedenen landwirtschaftlichen Fragestellungen bietet die Wintertagung des Ökosozialen Forums innerhalb einer Woche ein breites Spektrum an Vorträgen und die Möglichkeit zur Diskussion mit Fachleuten.
Weitere Infos unter www.oekosozial.at
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