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2009: Nur 44 % des Molkereiumsatzes ging an die Bauern |
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Mittwoch, 19. Mai 2010 |
Wie haben die Molkereien das Jahr des Schreckens 2009 überstanden? Eigentlich respektabel, wie Alois Burgstaller, Landwirtschaftsberatung in Wien, in einer Aussendung schreibt. Zwar ist der Branchenumsatz um 7% auf knapp unter 2 Mrd. € zurückgegangen. Aber das EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) konnte wieder auf den langjährigen Durchschnitt von + 1,5% angehoben werden.
Diese Genesung der Molkereien wurde unter den denkbar schwierigsten Umständen geschafft. Bei fallenden Umsätzen das Ruder herum zu reißen, bedarf schon eines ausgeprägten Sparwillens, so der Berater weiter. Beim Sparen hat zum einen die Verringerung der Milchbetriebe um 3500 geholfen. 70.000 Liter Milch liefert jetzt jeder Milchbauer im Schnitt.

Besseren Aufschluss über das Erfolgsrezept der Sanierung gibt laut Burgstaller aber vielleicht noch eine andere Maßzahl: Hatten die Milchbauern 2008 noch 55% des Molkereiumsatzes erzielt, sah es ein Jahr später schon anders aus: Es kamen nur mehr 44% beim Bauern an. Hätten diese ihren traditionellen Anteil von 50% für sich herausschlagen können, wäre der ausbezahlte Milchpreis nicht bei 32 Cent, sondern bei 37 Cent gelegen.
In Summe hätte das die Molkereien gut 110 Mio. € gekostet. Einem um nur 7% oder 106 Mio. € gesunkenen Umsatz standen für die Molkereien Einsparungen beim Bauernmilchgeld von 26% oder 303 Mio. € gegenüber. Der Sanierungssprint ist in kürzest möglicher Zeit gelungen, schlussfolgert Burgstaller. Jetzt seien wieder die Milchbauern am Zug, ihren Anteil von 50 bis 55% am Umsatz zu realisieren.
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