Der mutige Käser aus dem Feistritztal

Dem Mutigen gehört die Zukunft! Dieses Motto könnte Pate stehen für das Projekt "Bio-Milchhof Feistritztal". In Zeiten, wo in Österreich quasi eine Fusion die andere jagt und die Molkereien immer größer werden, baut der oststeirische Molker- und Käsermeister Bernhard Fink in Anger einen neuen kleinen  Milchverarbeitungsbetrieb.

"Mein Beruf ist mein Hobby", erklärt Fink, der bisher als Käser in der Anfang 1996 gegründeten Genossenschaft der Weizer Schafbauern gearbeitet hat. "Mit der jetzt entstehenden Käsemanufaktur erfülle ich mir meinen Jugendtraum vom eigenen Verarbeitungsbetrieb", so der gebürtige Bauernsohn. Insgesamt 450000 € soll der Bau der Käsemanufaktur kosten, 45000 € Förderung erhält er dafür aus der Jungunternehmerförderung des AWS (Austria Wirtschaftsservice, www.awsg.at).

Augenmerk auf Regionaliät und Geschmack

Fink will sich mit Milchverarbeitung den zunehmenden Hang der Bevölkerung zu mehr Regionalität, Qualität und Geschmack zu Nutze machen. Neben einigen Produkten aus der weißen Palette wie Sauermilch und Joghurt setzt Fink dabei vor allem auf ganz spezielle Käsesorten. Zugpferd soll der so genannte "Feistritztaler" werden, ein halbfester Schnittkäse. Damit und mit weiteren regionalen Spezialitäten hofft Fink, in der Gastroschiene, bei Handels-ketten und auch im Direktverkauf im eigenen Hofladen punkten zu können. Erste Abnahmeverträge hat bereits geschlossen. "Das Feistritztal bietet sich einfach für die Milchverarbeitung an", so Fink. "Es ist ein langes, großes Tal mit vielen Biomilcherzeugern." Die Milch aus der Region kauft der Jungunternehmer aber nicht von einzelnen Bauern zu. Sondern er bezieht sie über die Freie Milch Austria, mit der er einen entsprechenden Liefervertrag abgeschlossen hat. "Nach dem Endausbau des Bio-Milchhofes sollen in spätestens drei Jahren 1 Mio. kg Biomilch aus dem Feistritztal verarbeitet werden", gibt Fink als Ziel an. Allerdings rechnet er schon viel eher damit.

Gläserne Manufaktur

Besonderer Clou: Der Verarbeitungsbetrieb soll eine "gläserne Manufaktur" werden, d.h. unter dem Motto "Komm, ich zeige dir ehrlich wie mein Produkt entsteht", soll ein Schaubetrieb mit einem attraktiven Verkaufsbereich entstehen und somit auch ein touristisches Element die Produktion wirtschaftlich stärken. "Derzeit ist das Projekt zwar nicht mehr als eine Baugrube", so Fink. "Aber es steht alles in den Startlöchern und schon im 2. Quartal wollen wir mit der Produktion beginnen. Spatenstich für den Bau des Bio-Milchhofes ist der 20. Jänner, zu dem Fink Interessierte gerne um 10 Uhr nach 8184 Anger, Viertelfeistritz 40 einlädt. Unterstützt wird der mutige Käsemeister u.a. von der Gemeinde, der orstansässigen Volksbank, der Wirtschaftskammer Steiermark und vielen weiteren.

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Bernhard, Fink, Feistritztal, Käser, Bio, Anger, mutige, Motto, Projekt, Käsemanufaktur

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