EU-Parlament fordert Marktordnungen

EU

Auf starke Marktordnungen gegen Preisschwankungen beharrt das Europaparlament. So sollen die Zuckerquoten bis 2020 fortgesetzt werden.

Das von der EU-Kommission geplante Ende der Zuckerquoten im Jahr 2015 lehnt der Europaabgeordnete Michel Dantin ab. Der Franzose aus der Fraktion der Europäischen Volksparteien legte in dieser Woche seinen Bericht für die Reform der Agrarmarktordnungen vor, in dem er zahlreiche Liberalisierungsschritte rückgängig machen möchte. Dantin schlägt vor, den Interventionspreis für Rindfleisch von EUR 1.560,- je t auf EUR 2.000,- je t anzuheben. Die Buttermenge mit garantiertem Interventionspreis soll von 30.000 t auf 70.000 t erhöht werden.
 
Die Kürzungen der Subventionen in Großbetrieben will der portugiesische Abgeordnete Louis Michel Capouls Santos leicht verschärfen. Der Berichterstatter für die Direktzahlungen möchte Tranchen zwischen EUR 250.000,- und EUR 300.000,- nicht um 70%, sondern um 80% verringern. Es bleibt bei einer absoluten Obergrenze von EUR 300.000,- an Direktzahlungen pro Betrieb. Zudem folgt Capoulas Santos der Kommission mit einer Forderung von 7% ökologischer Ausgleichsfläche. Das Parlament will über die Berichte im November zunächst vorläufig abstimmen, um ein Verhandlungsmandat mit dem EU-Agrarministerrat zu bekommen. Ein endgültiges Votum wollen die Abgeordneten erst abgeben, wenn Klarheit über die Zukunft der EU-Finanzen besteht. –AIZ-

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