
Die Differenz zwischen Österreichs Exporten und Importen im Agrarbereich war im vergangenen Jahr so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Ausfuhren im Wert von mehr als 9 Mrd Euro standen Einfuhren von rund 9,4 Mrd Euro gegenüber. Das ergibt einen Importüberschuss von lediglich 393 525 Mio Euro. Nur in den Jahren 2005 und 2006 war die Außenhandelsbilanz derart ausgeglichen, damals allerdings auf einem Niveau, das rund ein Drittel niedriger lag.
Das zeigen nach Angaben der Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing die vergangene Woche vorgelegten Außenhandelsdaten der Statistik Austria, hochgerechnet auf Basis der ersten drei Quartale des Jahres 2011. Laut AMA ist der Wert der österreichischen Lebensmittelexporte 2011 gegenüber dem Vorjahr um 16,1 % gestiegen; das ist die zweithöchste Steigerungsrate seit dem EU-Beitritt des Landes. Zudem erreichte der durchschnittliche Wert der Exporte im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit Aufzeichnung dieser Daten. AMA-Geschäftsführer Stephan Mikinovic wertete die Zahlen als Beleg dafür, dass die hohe Qualität der österreichischen Produkte auch im monetären Wert ihren Niederschlag gefunden und die Alpenrepublik mit dieser Strategie auf das richtige Pferd gesetzt habe. Im vergangenen Jahr hätten insgesamt 8,1 Mio t Lebensmittel das Land verlassen, während 7,8 Mio t importiert worden seien. Somit seien mengenmäßig bereits mehr Lebensmittel aus- als eingeführt worden. Der kurzfristige Exporteinbruch von 2009 scheine demnach endgültig überwunden zu sein.
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