Getreide

Zurückhaltung am österreichischen Weizenmarkt

Weizen

Während der extreme Frost in Europa an den Terminbörsen vor allem die Weizenkurse anheizt, ziehen sich die Marktteilnehmer in Österreich vorerst in ihre Schneckenhäuser zurück. Sie warten ab, ob die Kälte tatsächlich die fundamentalen Marktdaten derart verändert, um solche extremen Preissprünge auch am physischen Markt zu rechtfertigen.

Wie es heißt, gelte die Ertragslage der Mühlen schon zu den zuvor zu verzeichnen gewesenen Preissteigerungen beim Rohstoff als angespannt.
 
Pflanzenbauer berichten, dass der extreme Frost, der vielerorts auf nicht durch Schnee geschützte Böden trifft, in Österreich vor allem an Standorten wie dem Waldviertel, der Roggen-Kornkammer des Landes, Auswinterungsschäden anrichten könnte.
 
Entsprechend der Zurückhaltung wurde in der abgelaufenen Woche in Österreich kein Weichweizen gehandelt. Am Mittwoch dieser Woche kamen an der Wiener Produktenbörse keine Notierungen zustande.

Durum gab im Durchschnitt seines Preisbandes auf EUR 286,50 pro t nach, wobei aber die untere Notierung anzog und sich das Preisband verengte. Die Vermarkter zeigen sich jedenfalls weiterhin zufrieden mit der Nachfrage - wegen der guten Qualität der Ware auch aus dem Ausland.
 
Eine Vorstellung, wie der heimische Kassamarkt auf die jüngsten Preissprünge der internationalen Terminmärkte reagieren könnte, lieferte Mahlroggen, dessen Notierung im Wochenabstand um EUR 17,- pro t oder 7,5% auf EUR 242,50 pro t in die Höhe schnellte. Hier spielt sicherlich aber auch die Angst um die kommende Ernte 2012 mit.
 
Einen satten Notierungsgewinn von EUR 12,50 pro t oder knapp 8% auf EUR 170,50 pro t verzeichnete auch Futtermais, wobei aber Marktteilnehmer anmerken, dies sei lediglich halbwegs eine Annäherung der in der Vorwoche als "unerklärbar " zustande gekommenen Notierung an die Realität (AIZ).

Schlagworte

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