
Mit rund 8,5 Ct/kWh liegt der Strommarktpreis an der Leipziger Börse EEX bereits höher als der aktuelle geförderte Ökostromtarif für manche Biogasanlagen in Österreich - Tendenz steigend. Wie die Lokale Energie Agentur (Lea) in Feldbach in ihrem jüngsten Newsletter weiter mitteilt, gilt dies beispielsweise für sieben steirische Biogasanlagen.
Und zwar für Biogasanlagen mit alten Tarifvereinbarungen (vor 2000) oder dem steirischen "Tarifmodell 2000" (Sommer- Hoch und Niedertarif, Winter - Hoch und Niedertarif). Die Sommertarife aus diesem Tarifmodell betragen laut Lea 6,7 bzw. 6,1 € Ct/kWh und würden somit deutlich unter den erwähnten 8,5 Ct liegen.Ebenfalls liegen die geförderten Ökostromtarife (Ökostromgesetz 2002/2006/2008) für Biogasanlagen mit einer genehmigten elektrischen Engpassleistung größer 1.000 kW und gleichzeitiger Vergärung nicht landwirtschaftlicher Substrate bereits unter dem Niveau des aktuellen Großhandelspreises an der Leipziger Börse, so die Lea weiter. Einige Biogasanlagen in Österreich seien bereits in dieser Situation.Für den Fördergeber bedeute dies, dass nun weniger Fördermittel für die Einspeisetarife aufgewendet werden müssten, da sich die Förderkosten für Ökostrom aus der Differenz zwischen Einspeistarifen und Marktpreis errechnen. Demzufolge könne der Bundesminister Bartenstein bei einem weiteren Ansteigen des Markpreises auch die verordneten Ökostromtarife anheben, ohne dass für den Fördergeber zusätzliche Kosten entstehen.
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