
Der Anteil des geförderten Ökostroms (ohne Großwasserkraft) lag 2010 mit 5.905 GWh bei 10,7 %. "Damit ist er im Vergleich zu 2009 um einen Prozentpunkt gestiegen. Unser Ziel von 15 % geförderten Ökostroms bis 2015 werden wir mit 17,7 % sogar übererfüllen", so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei der heutigen Präsentation des Ökostromberichtes 2011.
Insgesamt standen 2010 - also noch vor der heurigen Gesetzesnovelle - 7.365 Anlagen in einem Vertragsverhältnis mit der Abwicklungsstelle OeMAG. "Damit wurden knapp 18 % mehr Anlagen gefördert als 2009", so Mitterlehner. Von den 10,7 % des eingespeisten Ökostroms stammt ein Drittel (3,7 Prozentpunkte) aus Windkraft. Ein weiteres Drittel kommt mit 3,6 Prozentpunkten aus Biomasse sowie ein Fünftel oder 2,3 Prozentpunkte aus Kleinwasserkraft. Obwohl bei der Photovoltaik die mit Abstand meisten Anlagen bestehen, resultieren daraus gemäß Bericht nur 0,05 Prozentpunkte der Einspeisung beziehungsweise ein halbes Prozent der Ökostrom-Einspeisung.
Ökostromgesetz forciert weiteren Ausbau
Die Einspeisetarife für geförderten Ökostrom wurden 2010 im Vergleich zu den Vorjahren angehoben. Damit kam der Ausbau wieder in Gang, heißt es in der Aussendung zum Ökostrombericht. 2011 blieben die Tarife stabil, was Kontinuität bei den Rahmenbedingungen gebracht habe. Das der OeMAG zur Verfügung stehende Kontingent von jährlich 21 Mio. € sei zwar rasch ausgeschöpft worden. Aufgrund der Novelle des Ökostromgesetzes habe aber ab August 2011 ein Zusatzbudget von 80 Mio. € für Wind und 28 Mio. € für Photovoltaik zur Verfügung gestanden, um die Warteliste abzubauen. Durch die Zusage von jährlich 108 Mio. € an zusätzlicher Förderung für Wind und Photovoltaik und die seit dem Inkrafttreten der Novelle gestellten Neuanträge können laut Mitterlehner rund 1,3 Terawattstunden (TWh) Ökostrom neu installiert werden. Das entspricht über einem Fünftel der erzeugten Ökostrommengen aus dem Jahr 2010. "Über 370.000 Haushalte können so zusätzlich mit grünem Strom versorgt werden", betonte Mitterlehner.
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