Hühnerzaun als Photovoltaikanlage

Eine Leistung von 52,55 kWp und einen prognostizierten Jahresenergieertrag von 50.000 kWh soll ein kürzlich auf dem Betrieb von Herbert Rohrmoser im Salzburger Saalachtal errichteter Solarzaun bringen.

Der Solarzaun liefert Strom und bietet den Tieren Schutz vor Greifvögeln, so der Hersteller. Im Schatten der Module sind bspw. Hühner nur schwer aus der Luft zu erkennen. (Bildquelle: Next2Sun GmbH)

Der bifaciale Solarzaun wird von der Firma Elektrotechnik Leitinger Photovoltaik GmbH in Leogang errichtet und vertrieben. Das Gestellsystem kommt von der Fa. Next2Sun GmbH in Merzig (D). Bei bifacialen Solarzellen sind Vorder- und Rückseite optisch aktiv. Durch das Einlegen der Solarzellen zwischen zwei etwa 2,5 mm starke Glasplatten entsteht ein stabiles Modul im Sandwich-Design. Dieses soll Standardmodulen mit nur einer aktiven Oberfläche ertragsmäßig überlegen ist, so der Hersteller.

Der Zaun ist 1,50 m hoch. (Bildquelle: Werkbild)

Die Länge des Zauns auf dem Bio-Hühnerbetrieb in St. Martin bei Lofer beträgt 360 m. Die Höhe dieses Zaunes beträgt 1,50m (möglich sind bis zu 1,80 m). Die Vorteile des bifacialen Zaunsystems laut Hersteller: Das Zaunsystem besteht aus einem nahezu verschattungsfrei montierten, bifacialen Solarmodul sowie einem Stabgitterelement. Das Solarmodul ist in 40 cm über Geländeoberkante angebracht und damit an die regionalen Schneebedingungen angepasst, heißt es weiter. In Kombination mit der senkrechten Montage sollen so auch im Winter Erträge erzielt werden. Der zum Boden offene Bereich zwischen zwei Gestellen ist jeweils mit Drahtgeflecht bespannt.

Die Hühner suchen gerne den Schatten der Module. (Bildquelle: Werkbild)

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Torsten Altmann

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