EU-Milchmarkt

Erzeugerpreise weiter rückläufig

Die EU-Erzeugermilchpreise waren nach dem leichten Minus im Februar auch im März rückläufig. Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Landwirteverbandes LTO hervor.

Laut LTO fällt heuer der Rückgang der Erzeugermilchpreise in den ersten Monaten geringer aus als 2018. (Bildquelle: DMK)

Demnach zahlten führende europäische Molkereien ihren Lieferanten im Mittel 33,52 Cent netto/kg Rohmilch. Das bedeutet gegenüber Februar einen Rückgang von 0,33 Cent. Gegenüber dem Vorjahresniveau blieben die Erlöse im Schnitt unverändert.

In Österreich sanken die Erzeugermilchpreise im März nur geringfügig (-0,05 Cent) auf 37,51 Cent netto (bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß).

Preiskurve fällt flacher aus

Laut den LTO-Experten entsprichtin die aktuelle Entwicklung der EU-Erzeugermilchpreise dem üblichen Verlauf . Von Jahresbeginn bis zur saisonalen Lieferspitze im April/Mai sei immer eine fallende Tendenz zu verzeichnen, danach erfolge normalerweise wieder ein Anstieg, wird betont. Heuer sei die Preiskurve von Jänner bis März flacher, der Rückgang sei also weniger stark ausgeprägt, was auf stabile Tendenzen hinweise.

Die bisher vorliegenden Preismeldungen für April und Mai 2019 scheinen dies zu bestätigen: Der dänische Molkereiriese Arla zahlte im April geringfügig weniger (-0,1 Cent) aus und lässt den Milchpreis im Mai unverändert. Der deutsche Marktführer DMK verzeichnete im April eine stabile Auszahlung. Gleiches gilt für die britische Dairy Crest sowie den französischen Verarbeitern Savencia und Lactalis, die alle im Mai keine Änderung vornehmen. FrieslandCampina hat in den Niederlanden für April (-0,5 Cent) und Mai (-0,7 Cent) eine geringere Auszahlung angekündigt, das Minus fällt aber kleiner als im Vorjahreszeitraum aus.

Die weitere Erzeugerpreisentwicklung wird vor allem von den Rohmilchanlieferungen in den kommenden Monaten abhängen, so LTO.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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