Billa bietet auch gentechnikfreies Schweinefleisch an

Billa und IBO-Schwein

Erstmals bietet eine Supermarktkette österreichweit konventionelles Schweinefleisch aus gentechnikfreier Fütterung an: Mit 26. März ist in allen 1.000 Billa-Filialen Fleisch vom IBO-Schwein des Schlachthofs Oberndorfer unter der Eigenmarke Hofstädter erhältlich, teilt das Unternehmen in einer Aussendung mit. „Was in der Bio-Landwirtschaft Alltag ist, möchten wir nun auch im konventionellen Bereich weiter vorantreiben und uns so für gentechnikfreie Nahrungsmittel engagieren. Mit dem Pilotprojekt bei Schweinefleisch setzen wir das nächste starke Zeichen in der Branche“, so Billa-Vorstand Josef Siess. Der Billa-Mutterkonzern Rewe Österreich hat ja erst vor kurzem das gesamte Geflügelsortiment auf Gentechnikfreiheit umgestellt.

 
Geworben wird nicht nur mit der Gentechnikfreiheit und Regionalität – alle IBO-Schweine werden in Oberösterreich geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt – sondern auch mit dem Geschmack. Vor dem Verkaufsstart seien heimische Spitzengastronomen zu einer Verkostung des gentechnikfreien Schweinefleischs eingeladen worden, heißt es in einer Aussendung: „Bei diesem Test stellten sie fest, dass das Fleisch sowohl saftiger als auch zarter ist als herkömmliches Schweinefleisch.“
 
Das Fleisch ist – zusätzlich zur herkömmlichen Ware – ab 26. März in den Filialen zu finden. Der Kunde kann bei BILLA so nun bald zwischen Bio-Fleisch (hier werden die Tiere selbstverständlich mit kontrolliert gentechnikfreiem Futter aufgezogen), konventionellem Schweine-Fleisch mit dem ARGE Gentechnikfrei-Zeichen und herkömmlichem, konventionellen Schweine-Fleisch wählen.
 
Franz Oberndorfer, Geschäftsführer von der Oberndorfer Fleisch GmbH Oberösterreich und Initiator und Projektentwickler von Iboschwein: „Iboschwein wurde gemeinsam mit Bauern aus Oberösterreich innerhalb der letzten zwei Jahre konzipiert und realisiert. Unser Ziel war es, qualitätsmäßig, trotz der bereits sehr hohen Qualität österreichischer Produkte, noch einen Schritt weiter zu gehen. Das Ergebnis: 100 Prozent unverfälschter Genuss ohne Gentechnik für die Konsumenten. Sämtliche Ibobauern werden nicht nur auf die Gentechnikfreiheit zertifiziert, sondern des Weiteren werden besondere Maßstäbe im Hinblick auf optimale Tiergesundheit vom Stall bis zur Schlachtung und auch beim Lebend-Tiertransport gesetzt. Durch sehr kurze Tiertransportwege stellen wir zum einen sicher, dass die Tiere möglichst stressfrei angeliefert werden und zum andern kann dadurch der CO2-Ausstoß möglichst gering gehalten werden. Mit BILLA als Partner wird das Fleisch nun erstmals flächendeckend in ganz Österreich erhältlich sein.“
 
 
Grundsätzlich gibt es keine österreichischen Lebensmittel, die gentechnisch verändert sind. Nur bei Futtermitteln für heimische Tiere gibt es noch Handlungsbedarf. Bei den Legehennen, d.h. in der Warengruppe Eier, war BILLA bei dem Umstieg aufgentechnikfreie Fütterung im Jahr 2003 bereits Vorreiter – bald folgten auch andere diesem Beispiel. Auch bei der gentechnikfreien Milch war BILLA an vorderster Front mit dabei. Seit Dezember nimmt BILLA die Warengruppe Fleisch verstärkt in den Fokus, begonnen wurde mit Geflügel, weil hier die Umstellung aufgrund der geringen Betriebsanzahl am einfachsten war.
 
Heute ist bereits das gesamte frische österreichische Hühnerfleisch bei BILLA – von Wech aus Kärnten, Titz in der Steiermark und Huber in Oberösterreich – gentechnikfrei. Puten werden ebenfalls bereits gentechnikfrei gefüttert, auch in den Regalen wird Putenfleisch demnächst in den BILLA Filialen zu finden sein. „Nächste Schritte in anderen Fleischbereichen sehen wir uns ebenfalls im Detail an“, meint BILLA-Vorstand Siess. Weiters wird ein Studienprojekt für eine verbesserte Tierhaltung durchgeführt.
 

Schlagworte

Billa, Fleisch, Schweinefleisch, Filialen, gentechnikfreie, Oberösterreich, Oberndorfer, Gentechnikfreiheit, Gentechnikfrei, Siess

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