Die seit Monaten andauernde Diskussion zum Ferkelschutzkorb gipfelte heute in einer Blockade des Landwirtschaftsministeriums durch den VGT. "Dass der VGT das Landwirtschaftsministerium blockiert ist reiner Aktionismus. Scheinbar muss man mit solchen Mitteln kämpfen, um fehlende Argumente zu ersetzen", betont VÖS-Geschaftsführer Georg Mayringer. Der Verband der Österreichischen Schweinebauern ist nach wie vor kompromissbereit und fordert eine tragbare Lösung.
Der Kompromissvorschlag der Schweinebauern sieht vor, die Maximalzeit im Ferkelschutzkorb über ein Drittel - von höchstens 156 Tagen jährlich auf 95 Tage - zu verkürzen. Denn ein totales Verbot des Ferkelschutzkorbs hätte für die österreichischen Schweinebauern weitreichende Folgen: Aufgrund der klein strukturierten Betriebe könnten die Schweinebauern dem europäischen Wettbewerbsdruck nicht standhalten und wären damit gezwungen ihre Betriebe zu schließen. Als Folge müsste Schweinefleisch künftig aus dem EU-Ausland importiert werden. Das Fleisch würde damit aus Ländern kommen, in denen der Ferkelschutzkorb keineswegs verboten ist. Dass dies auch für die Konsumenten keine zufriedenstellende Lösung darstellt, hat eine Umfrage des VÖS gezeigt. So ist es 98,45 Prozent der Konsumenten "sehr wichtig" oder "wichtig", dass ihr Schweinefleisch auch zukünftig aus Österreich stammt.
Kommentare
Kommentarfunktion de-/aktivieren