
Mit dem Erhalt des Ferkelschutzkorbs sei die Existenz tausender bäuerlicher Betriebe gesichert worden, erklärte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich auf dem diesjährigen Schweinefachtag im oberösterreichischen Lambach Anfang Jänner.
Jährlich würden rund 500.000 Tiere vor dem Erdrücktwerden gerettet. Auch eine ausreichende Versorgung mit heimischem Qualitätsfleisch und nicht zuletzt der notwendige Schutz der Landwirte bei der Arbeit seien nun gewährleistet. Man habe vollkommen überzogenen Auflagen eine klare Absage erteilen können, betonte der Minister.
Neue Systeme für die Zukunft erforschen
Nach Ansicht von Berlakovich hat die langfristige Weiterentwicklung der Haltungssysteme in der österreichischen Sauenhaltung mit Hilfe einer praxisnahen Forschung zu erfolgen. Das Fachwissen und die Mitarbeit der Schweinebranche sei dabei von entscheidender Bedeutung. „Irgendwelche Pseudoverbesserungen ohne unsere Bauern darf es nicht geben“, stellte der Ressortchef klar. Sollte es nach einer mehrjährigen Forschungsphase in Richtung verbesserter Abferkelbuchten positive Erfahrungen geben, könnten neue Anforderungen per Verordnung festgelegt werden.
Praxisbetriebe gesucht
Ab 2033 soll es dem Minister zufolge Ferkelschutzkörbe zum Öffnen sowie Abferkelbuchten mit einer Grundfläche von 5,5 m2 geben (statt bisher 4 m2). Details zu den Systemen sollen bis dahin wissenschaftlich untersucht werden. Dafür brauche man Praxisbetriebe, die bereit seien, an der Entwicklung neuer Systeme mitzuarbeiten. Den Sauenhaltern müssten weiterhin ausreichende Existenzgrundlagen geboten und der ohnehin bestehende Strukturwandel nicht zusätzlich verschärft werden.
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