Schweinebauern: "Ferkel müssen geschützt werden"

Ohne Ferkelschutzkorb würden jährlich über 500.000 kleine Ferkel von ihren Muttersauen qualvoll erdrückt, so der VÖS.
Ohne Ferkelschutzkorb würden jährlich über 500.000 kleine Ferkel von ihren Muttersauen qualvoll erdrückt, so der VÖS.

Anlässlich des heutigen Welttierschutztages weisen Österreichs Schweinebauern neuerlich darauf hin, wie notwendig der Ferkelschutzkorb aus Sicht des Tierschutzes ist: Ohne diese Schutzeinrichtung, die Gesundheitsminister Stöger -; getrieben von selbsternannten Tierschützern -; unbedingt verbieten will, würden jährlich über 500.000 kleine Ferkel von ihren Muttersauen qualvoll erdrückt.

Dass die Zahl der toten Ferkel in einer freien Abferkelbucht, die von den selbsternannten Tierschützern als Alternative zum Ferkelschutzkorb gepriesen wird, signifikant höher ist, belegen selbst aktuelle Studien. Deshalb setzen sich die Schweinebauern für die Beibehaltung des Ferkelschutzkorbes ein. Um die Situation der Muttersauen aber gleichzeitig zu verbessern, sind die Bauern zu weitreichenden Einschnitten bei den zeitlichen Höchstgrenzen für die Haltung von Muttersauen im Ferkelschutzkorb bereit.

Zu einschneidendem Kompromiss bereit

So soll etwa die Maximalzeit im Ferkelschutzkorb von derzeit 156 Tagen im Jahr auf 95 Tage eingeschränkt werden. Dieser Vorschlag der Schweinebauern bedeutet, dass Österreich nach Schweden in der Schweinehaltung die strengsten Tierschutzbestimmungen in der EU umsetzt. Bereits in den vergangenen Jahren haben die Bauern mehr als 200 Millionen Euro in Verbesserungsmaßnahmen im Sinne des Tierschutzes investiert. Trotz dieser Kompromissvorschläge zeigt sich der für den Tierschutz zuständige Gesundheitsminister Stöger nach wie vor nicht gesprächsbereit und verhindert die Weiterentwicklung des Tierschutzes. "Die Schweinebauern sind 24 Stunden am Tag für ihre Tiere da und sorgen sich um ihr Wohlergehen -; denn schließlich leben wir von Schweinen, die sich nur in guter Tierhaltung gesund entwickeln. Es kann nicht im Sinne des Tierschutzes sein, für etwas mehr Wohlbefinden der Muttersauen den Tod hunderttausender hilfloser Ferkel in Kauf zu nehmen. Ein völliges Verbot würde nur den Effekt haben, die Ferkelschutzhaltung ins Ausland zu verlagern", betont Ing. Georg Mayringer, Geschäftsführer des Verbandes österreichischer Schweinebauern.

Schlagworte

Schweinebauern, Ferkel, Muttersauen, Tierschutzes, Ferkelschutzkorb, Stöger, Tierschützern, selbsternannten, Gesundheitsminister, Sinne

Kommentare

Kommentarfunktion de-/aktivieren

Kommentar hinzufügen...
Kommentieren

Bleiben Sie auf dem Laufenden