
Die EU-Erzeugerpreise für Schlachtschweine sind 2011 im Mittel um 9,2 % auf 153,2 €/100 kg Schlachtgewicht gestiegen. Wie aus Daten der EU-Kommission hervorgeht, erlösten die Mäster damit im Schnitt 13 €/100 kg mehr als im Vorjahr und nur einige Cent weniger im Vergleich zum Spitzenwert 2008, als hohe Futtermittelkosten ebenfalls zu überdurchschnittlichen Notierungen geführt hatten.
Für feste Preise sorgten 2011 auch boomende Drittlandsexporte von Schweinefleisch, für die ein Rekordergebnis als wahrscheinlich gilt.Laut Kommissionsstatistik erzielten Schweinemäster in Italien mit einem Zuwachs von 15,0 % den relativ stärksten Preisanstieg, der auch in Frankreich und Polen mit fast 13 % überdurchschnittlich groß war. Im Vereinigten Königreich fiel das Kursplus nach der Umrechnung in Euro mit 1,0 % eher bescheiden aus. Auch in Schweden, Bulgarien und Rumänien hielten sich die Erlöszuwächse auf Mästerseite, teils wechselkursbedingt, in Grenzen.Die höchsten Erzeugerpreise für Schweine ließen sich 2011 laut EU-Behörde in Malta erzielen; dort wurden im Schnitt für Tiere der Handelsklasse E 181,4 Euro/100 kg gezahlt. In Irland waren es auf der anderen Seite nur 142,8 Euro/100 kg. Für Deutschland wurde für das vergangene Jahr ein Durchschnittspreis von 155,7 Euro/100 kg gemeldet; im Vergleich zum Vorjahr hatten die Schweinemäster damit hierzulande 11,40 Euro/100 kg oder 7,9 % mehr Geld in der Tasche. (AgE)
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