Schweinemarkt

Nachfrage aus China löst Preisrallye aus

Schlachtreife Schweine sind in Österreich gesucht und begehrt. Wie in Deutschland steigt die Mastschweine-Notierung auch hierzulande um 10 Cent. Hintergrund sind die Hamsterkäufe aus China nach den landesweiten ASP-Ausbrüchen.

Die Mastschweine-Notierung steigt in dieser Vermarktungswoche um 10 Cent auf einen Basispreis von 1,59 €/kg Schlachtgewicht. (Bildquelle: Archiv)

Meldungen aus China, wonach landesweite ASP-Ausbrüche und darauf folgende umfangreiche Keulungsmaßnahmen den Schweinebestand schon um 20 % dezimiert haben, führen auf den Fleischmärkten zu panikartigen Reaktionen. Denn, stimmen diese Angaben aus China, würde die Weltschweinefleischproduktion in nächster Zeit um 10 % sinken. Vor diesem Hintergrund berichten deutsche Erzeugergemeinschaften von Hamsterkäufen mancher Schlachtbetriebe die einen weiteren Preisanstieg in Deutschland um 10 Cent zur Folge hatten.

Lebendmarkt vollständig geräumt

In Österreich zeigt sich der Lebendmarkt vollständig geräumt. Wegen der Sogwirkung aus Asien bei gleichzeitig ca. 10 % unterdurchschnittlichem Angebot sind schlachtreife Schweine gesucht und begehrt. In der Konsequenz konnte die Abnehmerseite an der Ö-Börse einem Plus von 10 Cent zwar zustimmen, äußerte aber Bedenken bzgl. Umsetzbarkeit der Preise bei der heimischen Fleischverarbeitung und warnte auch am Beginn der Grillsaison vor der Gefahr einer Überhitzung. Wie tragfähig das Fundament des neuen Preisniveaus schon ist, wird sich im Laufe des April zeigen.

Die Mastschweine-Notierung liegt somit bei 1,69 €/kg (Berechnungsbasis: 1,59 €/kg) Schlachtgewicht.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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