Bald Pflanzenöl-Motoren von Deutz?

Konzepte zum Bau eines mit kaltgepresstem Rapsöl betriebenen Traktormotors gibt es bei Deutz.

"Wir würden so etwas machen können", erklärte Gerhard Giebel vom Entwicklungszentrum Porz des Kölner Motorenbauers kürzlich gegenüber Agrar-Europe. Die Entscheidung liege aber bei den Landtechnikunternehmen. Deutz sei lediglich Lieferant von Komponenten, betonte Giebel. Es gehe dabei nicht um ein Umrüstkit, sondern um einen serienmäßigen Deutz-Motor. Bei sorgfältigem Umgang könnten technische Probleme minimiert werden, unterstrich Giebel und wies auf die Bedeutung einer guten Ölqualität hin. Zu den Ursachen schlechter Ölqualität gehörten ungeeignete Pressbedingungen, fehlende Reinigungsschritte, fehlende bzw. nicht sachgerecht betriebene Sicherheitsfilter, verschmutzte Lagerbehälter sowie eine schlechte Saatqualität oder -lagerung. "Der Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems ist unbedingt erforderlich, um diesen Kraftstoff am Markt zu etablieren", forderte der Deutz-Fachmann. Zu den technischen Herausforderungen zählte Giebel schlechte Zündeigenschaften bei Start und Niedriglast aufgrund der Cetanzahl des Kraftstoffs. Beim Kaltstart seien Gegenmaßnahmen nötig, so ein Starten mit Dieselkraftstoff und ein anschließendes Umschalten auf Rapsöl.

Schlagworte

Deutz, Giebel, Rapsöl, fehlende, schlechte, Ölqualität, Cetanzahl, Umrüstkit, Niedriglast, Saatqualität

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