EU-Studie: Überwiegend gute Aussichten für Agrarsektor

Für den Milchsektor blickt die EU-Kommission positiv in die Zukunft.
Für den Milchsektor blickt die EU-Kommission positiv in die Zukunft.

Für die nächsten Jahre bis 2013 fällt die jüngste Markt- und Einkommenseinschätzung der EU-Kommission überwiegend optimistisch aus. In die Studie einbezogen sind die Produktgruppen Getreide, Ölsaaten, Fleisch, Zucker, Eier, Milch und Molkereiprodukte. Die Einkommen sollten bis 2013 um etwa 23 % real und per Arbeitskraft steigen, meldet das AIZ.

Die Rindfleischerzeugung werde laut der Studie wegen der GAP-Reform und der Verkleinerung der Milchkuhherden weiter zurückgehen. Das diesbezügliche Handelsdefizit dürfte sich somit weiter erhöhen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch werde voraussichtlich von aktuell ca. 85 kg auf rund 87 kg 2013 steigen. Die Marktbalance für die meisten Molkereiprodukte dürfte sich mittelfristig verbessern, die Käseproduktion und der -verbrauch steigen. Die Verfügbarkeit von Butter und Magermilchpulver werde jedoch abnehmen.Bei Getreide sind laut den Untersuchungen bis 2013 kaum Überschüsse zu erwarten. Bisherige Überhänge gingen in die Bioethanol- und Biomasseproduktion, meint die Kommission in ihrer gerade veröffentlichten Studie. Der Absatz von Getreide im Futtersektor ginge hingegen leicht zurück, da aus der Energieschiene mehr und mehr Nebenprodukte für die Tiere anfielen.Der Zuckermarkt befinde sich durch die Marktordnungsreform in einer Übergangsphase bis 2009. Die mittelfristigen Hauptrisiken seien die langsame Aufnahme der Restrukturierung und das hohe Überschussniveau, was die Zuckerindustrie nach 2009 belasten könne.Der Geflügel- und Schweinefleischsektor dürfte sich mittelfristig auch relativ gut entwickeln, allerdings langsamer wachsen als in der vergangenen Dekade. Die EU-27 sollte vorerst ein Nettoexporteur für Schweinefleisch bleiben, am Ende der Vorhersageperiode dürfte sie aber wegen der zunehmenden Konkurrenz mit Billig-Produktions-Ländern zu einem Nettoimporteur werden. Nicht berücksichtigt wurden in der EU-Studie jedoch viele Unsicherheitsfaktoren. Dazu gehören Klimaschwankungen oder Tierseuchen, aber auch mögliche WTO-Verhandlungsergebnisse und jüngere Entscheidungen, wie z.B. die Beschlüsse zur Maisintervention von November 2006. Dadurch werde die Aussagekraft der Studie entsprechend eingeschränkt.

Schlagworte

Studie, 2013, Überwiegend, steigen, Getreide, Fleisch, Molkereiprodukte, Einkommenseinschätzung, laut, Verbrauch

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