Minister Berlakovich muss endlich ein österreichweites Verbot von Maisbeizmitteln zum Schutz der Bienen durchsetzen. Das fordert OÖ Umwelt-Landesrat Rudi Anschober. "Die Saatgut-Beizmittel haben in den letzten Jahren nachweislich Bienenvölker getötet, jetzt geht es nicht mehr um weitere Analysen. Leider ist für die aktuelle Bienensaison wieder mit Bienenverlusten zu rechnen. Es braucht endlich Taten statt Worte", so der Landesrat.
Leider habe auch das Land Oberösterreich in der aktuellen Änderung der so genannten "Maiswurzelbohrer-Verordnung", den Einsatz des Beizmittels nur etwas eingeschränkt Unterstützung erhielt Umwelt-Landesrat Anschober letzte Woche von Bio Austria. Dem Europaparlament wurde eine Petition für das Verbot von Neonicotinoid übergeben. Mehr als 1 Millionen Unterstützer/innen haben diese Petition unterschrieben. In einem Schreiben appellierte der Umwelt-Landesrat Anschober bereits im Juli 2010 an Bundesminister Berlakovich, so wie in Deutschland und Italien ein flächendeckendes Verbot zu verhängen. Und eine Studie der AGES unter dem Titel "Melissa" zeige inzwischen auch für Österreich klar auf, dass Bienen durch insektizidgebeiztes Saatgut geschädigt werden. Anschober: "Während Deutschland und Italien den einzig richtigen Schluss gezogen haben, werden in Österreich die Imkerinnen und Imker mit Maßnahmen hingehalten, die offensichtlich keinen ausreichenden Schutz bieten - das kann nur ein Totalverbot. Und die betroffenen Imkerinnen und Imker müssen jedenfalls entschädigt werden. Unzureichende Alibilösungen, die versuchen, das Problem bei einzelnen Landwirten und Imkern zu sehen, lehne ich strikt ab."
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