Tierschützer bleiben in U-Haft

Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hat am Mittwochnachmittag sämtliche Haftbeschwerden der seit Ende Mai inhaftierten zehn Tierschützer zurückgewiesen, so die APA.

Wie Mediensprecher Raimund Wurzer mitteilte, sei bei allen zehn Aktivisten der dringende Tatverdacht in Richtung Bildung bzw. Teilnahme an einer kriminellen Organisation als gegeben angenommen worden. Die U-Haft sei nach Ansicht des OLG ebenso rechtmäßig wie die Haftgründe Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr.Nächster gesetzlich vorgesehener Haftprüfungstermin ist der 11. September. Damit dürfte feststehen, dass die Tierschützer den Sommer im Gefängnis verbringen werden. Zu den Inhaftierten gehört auch der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin B. Die Grünen hatten vor Veröffentlichung der Entscheidung des OLG in einer Pressekonferenz die "sofortige Freilassung" der Aktivisten gefordert, meldet dazu der Standard. Menschenrechts- und Tierschutzsprecherin Brigid Weinzinger meinte, die Aufrechterhaltung der U-Haft sei "nicht mehr zu rechtfertigen", der Vorwurf der Verdunkelungsgefahr "haltlos".

Schlagworte

Tierschützer, Haft, OLG, inhaftierten, Haftbeschwerden, Aktivisten, Verdunkelungsgefahr, Haftgründe, Freilassung, Verdunkelungs

Kommentare

Kommentarfunktion de-/aktivieren

Kommentar hinzufügen...
Kommentieren

Bleiben Sie auf dem Laufenden