Ungarische Konsumenten haben in der letzten Woche die Zuckerbestände der grenznahen Geschäfte im Burgenland teilweise leer gekauft. Dies ist die Folge der rasant gestiegenen Zuckerpreise in Ungarn seit Jahresbeginn.
Die Supermärkte reagierten aber sofort und geben seit dem Wochenende Zucker nur noch in Haushaltsmengen ab, das sind max. 30 kg pro Kunde. Wie Eurospar Eisenstadt auf Anfrage von top agrar mitteilte, hat sich seit Beginn der Beschränkung die Lage wieder entspannt.Die Preise für Zucker sind Berichten zu Folge in Ungarn um durchschnittlich 30% gestiegen. In manchen ungarischen Geschäften soll 1 kg Zucker bereits umgerechnet knapp 1,50 € kosten. Die Schließung unrentabler Rübenraffinerien habe Ungarn besonders importabhängig gemacht, nennt Johann Marihart, Generaldirektor der Agrana, als einen Grund für die Preissteigerung. Die Zuckermarktreform, der hohe Mehrwertsteuersatz (25%) und kurzfristige Lieferverträge für Zucker seien laut Marihart weitere Gründe. Auf längere Sicht werden auch für Österreich steigende Zuckerpreise erwartet, da der Rohstoff derzeit in ganz Europa knapp sei. Es besteht aber laut dem Agrana-Generaldirektor keine Gefahr, dass in Österreich der Zucker ausgehen könnte.
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