Welche Perspektiven Bergbauern in Oberösterreich haben

Direktzahlungen sind notwendig, um die bergbäuerliche Bewirtschaftung aufrecht zu erhalten, so OÖ Agrarlandesrat Stockinger. Foto:BMLFUW
Direktzahlungen sind notwendig, um die bergbäuerliche Bewirtschaftung aufrecht zu erhalten, so OÖ Agrarlandesrat Stockinger. Foto:BMLFUW

"Ein finanzieller Begleitschutz und ein Bekenntniss zur Bergbauern-Milchproduktion sind notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bergbauernbetriebe in Oberösterreich zu stärken", erklärte Agrarlandesrat Dr. Josef Stockinger als Ergebnis einer vom Land in  Auftrag gegebenen Studie. Vorgestellt wurde diese bei einer Diskussion um die Zukunft der OÖ. Bergbauern in der Landwirtschaftlichen Fachschule Kirchschlag.

Die Untersuchung zur Wettbewerbsfähigkeit der Bergbauernbetriebe in Oberösterreich führte Dr. Leopold Kirner von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft durch. "Die Bergbauern haben natürliche Einkommensnachteile. Die Direktzahlungen sind notwendig und ein wirksames Mittel, um die bergbäuerliche Bewirtschaftung aufrecht zu erhalten. Ohne Direktzahlungen geht es nicht", positionierte sich Landesrat Stockinger bei der Diskussionsveranstaltung.Die Milchproduktion stellt in der Bergbauern-Landwirtschaft eine Schlüsselfrage dar. Die Veränderung der Milchquote in den vergangenen 15 Jahren -; nämlich plus 18,4 Prozent -; zeigt, dass sich die Milchproduktion auf die Grünlandgebiete vor allem im Berggebiet konzentriert. Müssen Bergbauernbetriebe ihre Höfe zusperren, weil sie aufgrund der niedrigen Erzeugermilchpreise nicht mehr kostendeckend produzieren können, fehlt heimische Qualitätsmilch im Kühlregal und es verwaldet unsere flächendeckend gepflegte Kulturlandschaft in Oberösterreich.Knapp die Hälfte der rund 30000 Oberösterreichischen Bauern bewirtschaften ihre Höfe im arbeitsintensiven Bergbauerngebiet und sind damit auch mit geringeren Einkommen als Landwirte in Gunstlagen konfrontiert. Für die flächendeckende Landwirtschaft sind sie aber ein unabdingbarer Bestandteil. Weitere Diskussion zur Bergbauernzukunft in Schlierbach: Über die Situation und Zukunft der Bergbauern wird auch am 23. Juni um 19.30 Uhr in der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschule Schlierbach diskutiert. Die Referenten des Abends sind Landwirtschaftskammerpräsident Hannes Herndl und Studienautor Dr. Leopold Kirner von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft. Interessierte sind herzlich eingeladen, teilt die Landesregierung mit.

Schlagworte

Bergbauern, Oberösterreich, Milchproduktion, Bergbauernbetriebe, Zukunft, notwendig, Diskussion, Wettbewerbsfähigkeit, Bundesanstalt, Agrarwirtschaft

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