Der Wolf rückt uns immer mehr auf den Pelz

Wolf

Es ist nicht mehr möglich, auf einzelne Horrornachrichten, die durch die Wolfsflut entstehen, einzugehen. Wir müssen nun in kürzeren Abständen unsere Hilferufe senden, schreibt die Interessengemeinschaft Sichere Weidewirtschaft aus Deutschland in einer Aussendung. Einer davon kommt von Wendelin Schmücker, dem 1. Vorsitzenden des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e. V.:

"Durch die Wiederbesiedlung der deutschen Kulturlandschaften mit Wölfen und deren Rudeln treten gegenwärtig deutliche Schwierigkeiten für Berufs- und Hobbytierhalter zu Tage, die Niemandem in diesem Ausmaß bis jetzt bewusst waren! Berichte aus unseren europäischen Nachbarländern Frankreich (die Filme von Bruno Lecomte), Italien und der Schweiz, aber auch bereits aus Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg bereiten uns große Sorgen.

Wollen über die Auswirkungen von Wölfen aufklären

Wir möchten die Bevölkerung gründlich über die Auswirkungen von Großraubtieren (Wölfen) auf den ländlichen Raum und die Weidetierhaltung aufklären. Es hat sich gezeigt, dass die empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen vorübergehend effektiv sein können, jedoch diese aufgrund der exponentiell steigenden Wolfspopulation sehr schwierig bis unmöglich in der realistischen Umsetzung sind. Die Einwanderung der Wölfe aus den einsamen Braunkohletagebaulandschaften und Truppenübungsplätzen der neuen Bundesländer in die Weidetierhaltungsregionen der nördlichen Bundesrepublik Deutschland stellen die Tierhalter vor immer größere Probleme.

Schon in Sachsen, Brandenburg und Niedersachen haben zahlreiche Tierhalter aufgrund dessen aufgeben müssen. Dies ist besonders bedauerlich, da gerade viele Hobbytierhalter nicht in Förder- bzw. Entschädigungsrichtlinien mit einbezogen werden. Gerade durch diese Gruppen von Tierhaltern werden Nutztierrassen, die vom Aussterben bedroht sind, gezüchtet und erhalten.

Es ist wichtig für alle, die mehr über die Rückkehr der Wölfe wissen wollen, sich den Film "Weidetierhaltung: Geliebt. Gewollt. Geopfert." anzuschauen, denn es handelt sich um eine vielschichtige Dokumentation zum Thema Wolf, Landbevölkerung und Herdenschutz. Im Film kommen betroffene Schafzüchter, Rinder- und Pferdehalter, Universitätsprofessoren, und ein Doktor der Ökologie zu Wort. Das Video finden Sie hier.


Unsere Schafe sind „Landschaftsmacher“

An den Küsten, den Deichen, Mooren, Heiden und Alpen werden ihre Leistungen sichtbar. Jahrzehntelang waren diese Flächen und deren Erhaltung im Focus der Naturschutzpolitik. Diese Landschaften sind Kulturlandschaften, die durch die Arbeit unserer Vorfahren gestaltet wurden. Unstrittig ist die Weidetierhaltung die ökologischste Art der Nutztierhaltung. Nicht nur das, sie ist zudem die tierfreundlichste Haltungsform. Diese wird von der Bevölkerung und den Verbrauchern geschätzt und von der Politik gefördert. Freiheit, Frischluft, Wohlbefinden, Tierwohl, dies alles steht für unsere Tiere auf dem Spiel. Wir fragen uns: Welchen Preis hat der Versuch, 440 Wolfsrudel mit 4000 Wölfen in unserer dichtbesiedelten und von Weidetierhaltung geprägten Landschaft anzusiedeln?"

Wendelin Schmücker, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e. V.

Quelle: Youtube

Schlagworte

Wölfe, Weidetierhaltung, Wendelin, Schmücker, Schafhaltung, Fördervereins, Wolf, Hobbytierhalter, Kulturlandschaften, Film

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