ZAR will Rinderzüchter für das Thema Kalb sensibilisieren

Kalb

Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) will in diesem Jahr ihre Mitglieder in Form von Fachberichten, Vorträgen und Veranstaltungen für das Thema „Das Kalb – die Kuh von morgen“ sensibilisieren.

Ziel sei es, die Kälbergesundheit zu verbessern und somit die Aufzuchtverluste zu verringern, teilte die ZAR am vergangenen Donnerstag mit. Dies werde vor allem aus betriebswirtschaftlicher Sicht oftmals vernachlässigt. Die Kälberaufzucht erfordere von der Geburt über die optimale Fütterung und Haltung bis hin zur Hygiene viel Wissen und Erfahrung.

Für die Tierzüchter sei es aber schon vorab wichtig, Risikopaarungen mit bekannten Anlageträgern zu vermeiden, so die Arbeitsgemeinschaft. Hier liefere die Rinderzucht neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Suche und Kontrolle von Erbkrankheiten. Daneben stehe die Geburt des Kalbes im Fokus der Rinderzucht. Als Merkmal für den Kalbeverlauf beziehungsweise die Leichtkalbigkeit werde eine fünfstufige subjektive Skala in Abhängigkeit von der notwendigen Geburtshilfe verwendet, erläuterte die ZAR. Als sehr zweckmäßiges Hilfsmerkmal diene seit Kurzem auch die Trächtigkeitsdauer.

Zudem werde seit der Zuchtwertschätzung im April 2016 der neue Vitalitätswert (VIW) veröffentlicht, der sich entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung aus der Totgeburtenrate und den Aufzuchtverlusten zusammensetze. Um das genetische Potential vollständig ausschöpfen zu können, sei es ebenso wichtig, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Kälberaufzucht zu schaffen. Die ZAR verwies in dem Zusammenhang auf Studien, wonach es in der Kälberaufzucht zu einem hohen Anteil an Kälberverlusten komme. Dies stelle einen bedeutenden betriebswirtschaftlichen Faktor dar. Je später der Verlust in der Aufzuchtphase des Kalbes, umso höher sei der ökonomische Verlust.

Die Arbeitsgemeinschaft will das Thema Kalb bei einer Reihe von Veranstaltungen aufgreifen. Dazu gehören bereits Anfang Februar die Wintertagung in Aigen und ein Seminar an der LFS Kirchberg. Am 15. März richtet die ZAR zusammen mit der VetMedUni Wien die Kremesberger Fachtagung aus, und am 30. März folgt im Internationalen Kompetenzzentrum für Milchviehhaltung und Rinderzucht in Pyhra ein „Internationaler Kälberfachtag“. (AgE)

Schlagworte

ZAR, Kalb, Thema, Rinderzüchter, sensibilisieren, Kälberaufzucht, Arbeitsgemeinschaft, Rinderzucht, Veranstaltungen, Pyhra

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