„Wir müssen uns den Konsumenten gegenüber mehr öffnen“

Autor: Torsten Altmann

Schneeberger

„Auch wenn es derzeit nicht lustig ist Milch zu produzieren, es kommen auch wieder bessere Zeiten.“ Mit diesen Worten versuchte Berglandmilch-Obmann Johann Schneeberger den bei der Diskussion „Sechs Monate nach dem Auslaufen der Milchquote“ anwesenden Bauern auf der Rieder Messe Mut zu machen.

Vielleicht lag es an der schlechten Stimmungslage der Milchbauern, aber an der Veranstaltung des Landes Oberösterreich in der Rieder Bauernmarkthalle nahmen gestern nur sehr wenige Landwirte teil.  In seiner Anmoderation erklärte Oberösterreichs Milchreferent Michael Wöckinger, dass die Quote nicht zur Stützung des Milchpreises geeignet gewesen sei. Dass die Preise sechs Monate nach dem Quotenaus um 25 % abgestürzt seien, „liegt nicht an dem Quotenende, sondern daran, dass große Absatzmärkte weggebrochen sind.“

"Volatiltiät wird uns noch mehr begleiten"
 
Dies bestätigte auch Gmundner Milch-Obmann Josef Fürtbauer. „Auch wenn wir die Quote jetzt noch hätten, würden wir bei dem aktuellen Stand stehen“, so Fürtbauer. Und er ergänzte: „Die Volatiltiät des Milchmarktes wird uns künftig noch viel stärker begleiten als bisher.“ Weiter sagte der Obmann: „Derzeit hören wir von großen Summen aus der EU. Dabei handelt es sich um Geld aus der zu zahlenden Superabgabe. Dreiviertel davon sollen dafür verwendet werden, den Milchmarkt wieder in Ordnung zu bringen.“

Fürtbauer
Josef Fürtbauer appellierte an seine Berufskollegen, sich mehr als bisher den Konsumenten gegenüber zu öffnen. Fotos: Altmann

An seine Berufskollegen appellierte Fürtbauer: „Wir produzieren gentechnikfreie Milch in hervorragender Qualität. Das müssen wir aber noch besser als bisher an die Konsumenten bringen. Dafür müssen wir uns diesen aber noch mehr öffnen.“

"In guten Zeiten vorsorgen"

Berglandmilch-Obmann Johann Schneeberger zeigte sich in Ried trotz der aktuell schwierigen Lage davon überzeugt, dass „jeder Betrieb, der seine Kosten im Griff hat, eine Zukunft in der Milchproduktion hat“. Wichtig ist laut Schneeberger künftig allerdings mehr denn bisher, „in guten Zeiten vorzusorgen, damit man in schlechteren Zeiten ein entsprechendes finanzielles Polster hat“. In Richtung Handel mahnte Schneeberger: „In Zeiten wie diesen sollte man nicht aufeinander losgehen!“

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