Ökonomische und ökologische Vorteile der konservierenden Bodenbearbeitung

Autor: Alfons Deter

Direktsaat
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Eine konservierende Bodenbearbeitung hat ökologische und ökonomische Vorteile für den Anwender. Das geht aus einer Studie des Instituts für Agribusiness des Vereins für Agribusiness-Forschung hervor.

Demnach ermöglichen der Verzicht auf eine wendende Bodenbearbeitung und der Anbau von Zwischenfrüchten vor Sommerungen eine weitgehende ganzjährige Bedeckung der Bodenoberfläche mit organischem Material und führen zu einer erhöhten Zahl an Bodenlebewesen. Die positiven Folgen daraus seien eine verminderte Angriffsfläche für Wind und Wasser sowie eine erhöhte Wasseraufnahme und -haltekapazität. Zudem werde die Erosionsgefahr verringert.

Neben diesen ökologischen gebe es auch positive ökonomische Effekte, heißt es in der Studie. Dazu seien typische Fruchtfolgen mit erhöhter Produktionsintensität in Nordostdeutschland beziehungsweise mit verminderter Intensität in Mittelgebirgslagen auf der Grundlage von Expertengesprächen in den jeweiligen Regionen mit dem zugehörigen Maschinen- und Pflanzenschutzmitteleinsatz berechnet worden.

Die Ergebnisse dieser betriebswirtschaftlichen Betrachtung zeigten bei der konservierenden Bodenbearbeitung in Nordostdeutschland eine höhere „Direktkosten und Arbeitskosten freie Leistung“ (DAKfL) von bis zu 14 % bei einer Arbeitszeitreduzierung um 8 %. Im Vergleich dazu könne in der Mittelgebirgslage mit einem unterstellten Pflugeinsatz zu jeder Frucht und durchschnittlichen Erträgen die konservierende Bodenbearbeitung die DAKfL verdoppeln und den Arbeitszeiteinsatz um bis zu 30 % reduzieren.

Zudem führe die konservierende Bodenbearbeitung zu deutlichen Einspareffekten beim Kraftstoffverbrauch gegenüber der wendenden Bodenbearbeitung, und zwar um bis zu 8 l/ha in Nordostdeutschland und bis zu 30 l/ha in der Mittelgebirgslage. Diese Kraftstoffeinsparung und eine Kohlenstoffbindung im Ackerboden von etwa 0,5 t/ha jährlich durch die konservierende Bodenbearbeitung könnten zu einer Vermeidung von bis zu 580 kg CO2 je Hektar und Jahr führen.

Der Direktor des Instituts für Agribusiness, Prof. P. Michael Schmitz, betonte aber, dass diese ökologischen und ökonomischen Vorteile ohne Ertragsrückgang nur durch den gezielten Einsatz von Glyphosat in der Fruchtfolge zur Bekämpfung von Ausfallkulturen und zur Unterbrechung der grünen Brücke genutzt werden könnten.

Quelle: top agrar Online

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