Erdäpfel: Goldor Bait erhält Zulassung für 2015

Autor: Lukas Weninger

Drahtwurm

Das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) hat eine Notfallzulassung für das Pflanzenschutzmittel "Goldor Bait" zum Einsatz gegen den Drahtwurm im Kartoffelbau in Österreich erlassen.

Der Zeitraum der Anwendung des Produktes ist mit 2. Februar 2015 bis 31. Mai 2015 befristet. Die Fläche ist mit 6.000 ha begrenzt. Um das Beizmittel verwenden zu dürfen, sind strenge Auflagen einzuhalten:

  • Die Abgabe des Pflanzenschutzmittels „Goldor Bait“ an den Verwender darf nur gegen Vorlage einer Meldebestätigung der zuständigen Landes-Landwirtschaftskammer erfolgen. Die Meldung kann online erfolgen, eine Bestätigung seitens Landwirtschaftskammer wird umgehend retourniert. Mit dieser Bestätigung kann Goldor Bait bei den Abgabestellen gekauft werden.
  • Die zuständigen Landesbehörden werden strenge Kontrollen bei den Betrieben durchführen.
  • Wenn sich im Umkreis von 60 m um die Behandlungsflächen Bienenstände befinden ist der Betriebsführer verpflichtet, die zur Anwendung vorgesehenen Flächen mindestens 48 Stunden vor der Anwendung dem Imker bekannt zu geben.
  • Die Anwendung darf nur von beruflichen Verwendern mit einem für diesen Zweck zugelassenen Granulatstreuer erfolgen. Eine Anwendung im Haus- und Kleingarten ist nicht zulässig.
  • Der Betriebsführer hat jede erfolgte Anwendung unter Angabe des Ausmaßes der Flächen (ha) und der Örtlichkeit wöchentlich an die zuständige Landes-Landwirtschaftskammer zu melden.
  • Nicht verbrauchte Mengen des Pflanzenschutzmittels sind nachweislich bis spätestens 31.05.2015 an den Abgeber zu retournieren. Die retournierten Mengen, sowie die erfolgte Rückgabe dieser sind der zuständigen Landes-Landwirtschaftskammer bis spätestens 31.05.2015 zu melden.
  • Die Landes-Landwirtschaftskammer ist verpflichtet sämtliche Meldungen unverzüglich an die zuständige Landesbehörde zu übermitteln. (Quelle: LK NÖ)

Die Entscheidung hat das BAES kürzlich auf seiner Homepage veröffentlich und bezieht sich dabei auf Stellungnahmen von Experten der AGES aus den Bereichen Toxikologie, Rückstandsverhalten, Umweltverhalten und Ökotoxikologie, Wirksamkeit und Phytotoxizität sowie physikalisch-chemische Eigenschaften, welche die Grundlage für die Zulassungsentscheidung bildeten. Darin angeführte neue wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Bienen-Monitoringdaten hätten heuer wieder eine Notfallzulassung möglich gemacht, nachdem im Vorjahr in Österreich eine Ausbringung des Produktes mit dem Wirkstoff "Fipronil" nicht erlaubt war. (aiz)

Schlagworte

Drahtwurm, Goldor Bait

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