Engerlinge im Alpenraum: Was hilft wirklich? Premium

Darum geht’s: Die Schäden durch Maikäfer-Engerlinge sind in einigen Grünlandregionen Österreichs, Süddeutschlands und der Schweiz zum Teil dramatisch. top agrar hat drei Berater aus dem Alpenraum nach wirksamen Bekämpfungsstrategien befragt.

Wir haben in nahezu jedem Bundesland Kerngebiete mit einem Befall. In Oberösterreich gibt es Schwerpunkt-gebiete für den Mai- und den Junikäfer. Zum Teil treten sie parallel auf. Beim Junikäfer haben wir in Oberösterreich 150 bis 200 Engerlinge/m2, beim Maikäfer durchschnittlich 300 Engerlinge/m2. Die bei uns gültige Schadschwelle im Hauptfraßjahr von 25 Engerlingen/m2 ist deutlich überschritten.

Nichts mehr. Für die mechanische Bekämpfung und die Neuanlage ist es zu spät. Für die Ausbringung der Pilzgerste „Artis Pro“ ist die Bodentemperatur zu gering bzw. die Indikation der Notfallzulassung endete bereits am 20. September.

Bei einer Bodentemperatur von 15 bis 20°C, guter Bodenfeuchte und wenn alle Engerlinge oben sind, ist die Wirkung der Pilzgerste gut bis sehr gut. Wer sie mit dem Cultangerät einbringt, sollte auf feuchte Einstichlöcher achten. In steileren Lagen ist es der Schlitzdrillmaschine überlegen. Kosten: 300 €/ha mit dem Cultangerät, bis 1100 € mit der Schlitzdrill-maschine.

Die Maikäferpopulation befindet sich bei uns in ihrem arttypischen Gradationszyklus. Die seit 30 Jahren steigenden Temperaturen und sinkenden Niederschläge in der Vegetationsperiode verschärfen die Schadenssituation. Die Art der Bewirtschaftung kann den Befall erhöhen. So macht die heutige Nutzungsweise mit dem 1. Schnitt von Ende April bis Ende Mai die starke Eiablage erst möglich.

Wir empfehlen eine mechanische Bekämpfung und die Ausbringung der Pilzgerste „Artis Pro“ – eventuell auch beides kombiniert. Die Pilzgerste wird dabei zweimal in...

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