Grassilage: Das machen Siloprofis besser

In den nächsten Wochen steht der erste Grasschnitt an. Wir zeigen, wie Sie bereits beim Silieren die Grassilagequalität absichern können.

Unser Autor

Reinhard Resch, HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Sehr gute Grassilagequalitäten zu erreichen, ist nicht so einfach. Aktuelle Untersuchungen an etwa 1000 Praxisbetrieben im Rahmen des LK-Silageprojekts 2020 zeigen, dass die bewährten Silierregeln der guten landwirtschaftlichen Praxis zwar eine gute Basis sind, aber nicht immer ausreichen, um Fehlgärungen zu verhindern.

Bislang Nur mäßige Qualität

Grundsätzlich sind die Grassilagequalitäten in Österreich als mäßig bzw. stark verbesserungsbedürftig zu bezeichnen! Rund 70 bis 80% der 1114 analysierten Proben lagen über dem Buttersäure-Orientierungswert von 3 g/kg TM. Buttersäure in Grassilage ist ein Indikator für eine schlechte, qualitätsmindernde Fehlgärung. Im Jahr 2020 betrug der mittlere Buttersäuregehalt in Grassilagen 13,4 g/kg TM. Speziell im ersten Grünlandaufwuchs war mit durchschnittlich 15,2 g deutlich mehr Buttersäure enthalten als in den Folgeaufwüchsen mit 9,4 g/kg TM.

Die Buttersäuregärung wird durch Clostridien ermöglicht. Clostridiensporen gelangen über Erde und Wirtschaftsdüngerreste in das Futter. Im Silo können sie sich anschließend unter den anaeroben, d.h. luftfreien Bedingungen, bei hohen Temperaturen über 30°C und in besonders strukturreichem Futter (NDF- Faser über 500 g/kg TM) und pH-Werten über 5,0 rasant vermehren.

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