Mais: Den Zünsler im Griff Premium

Bis zu 30 % Ertragsverluste verursacht der Maiszünsler in den Hauptbefallsgebieten. Was Sie zur Eindämmung des Schädlings tun können, zeigen aktuelle Versuchsergebnisse, zusammengestellt von Dr. Josef Rosner, Landesgüterdirektor, Amt der NÖ Landesregierung.*)

Der Maiszünsler besiedelt zunehmend klimatisch ungünstigere Regionen. Auf 4 % weltweit bzw. 10 bis 30 % in Hauptbefallsgebieten schätzt die FAO die Ertragsverluste durch den Zünsler. Wird das Maisstroh in den Boden eingeackert, findet der Schädling im Boden keine Nahrung und verendet. Allerdings wird gerade Mais zunehmend im Mulchsaatverfahren angebaut.

Der große Nachteil: Die bodenschonende Bearbeitung mit einer oberflächlichen Maismulchauflage ist eine perfekte Überwinterungsmöglichkeit für den Schädling, d.h. bei der Mulchsaat muss eben der Nachteil einer Zünslervermehrung in Kauf genommen werden. Wer also seinen Boden vor Wasser- erosion schützen will, für den ist eine Maiszünslerbekämpfung sinnvoll. Welche Möglichkeiten gibt es aber, den Maiszünsler in den Griff zu bekommen? Versuche dazu wurden an drei Lehr- und Versuchsbetrieben an Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich angelegt.

Zünsler schlüpfen bis Juni:

Maiszünslerlarven überwintern in Maisstängeln und werden auch durch häckseln nur unzureichend eliminiert. Befindet sich nun Maisstroh im Frühjahr an der Bodenoberfläche, führen die Larven einen Reifungsfraß in diesem durch. Die Zünsler schlüpfen dann im Frühsommer ab Anfang bis Mitte Juni. Die dämmerungsaktiven Falter fliegen in die Maisfelder und legen ihre weißen Eipakete auf die Blattunterseite im mittleren Pflanzenbereich.

Nach dem Larvenschlupf nach rund 14 Tagen fressen diese dann in Blättern, bevor sie sich in die Maisstengeln einbohren und stengelabwärts minieren. Die Bohrlöcher sind nun Eintrittspforten für die gefürchteten Fusariumpilze, welche die hochgiftigen Mykotoxine produzieren.

Hochgiftige Mykotoxine im Futter:

Die-se verursachen größte Probleme in der Tierfütterung, speziell bei Schweinen. ...

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Artikel geschrieben von

Dr. Josef Rosner

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