Mais: Die Sorten für 2020 Premium

Die neuen Sortenergebnisse für das Jahr 2020 liegen vor. top agrar hat die wichtigsten Empfehlungen für Sie zusammengestellt.

Niederösterreich

Der Mai 2019 war einer der kühlsten seit 28 Jahren. Die Maispflanzen entwickelten sich nur sehr langsam. Schädlinge und Krankheiten hatten ein leichtes Spiel. Vielerorts mussten Maisbestände sogar umgebrochen werden. Auch die Terminisierung von Pflanzenschutzmaßnahmen war nicht immer einfach.

Nach dem ungewohnt kalten Mai folgte der wärmste, sonnigste und auch trockenste Juni der österreichischen Messgeschichte. Verursacht wurde dieses Phänomen durch subtropische Luft aus der Sahara. Das Monatsmittel lag um 4,7°C über einem durchschnittlichen Juni.

Auch im Blühmonat Juli und August 2019 hielt in Niederösterreich der Trend zu einem warmen und trocken Klima an. Deutlich niederschlagsreicher waren die Monate September und Oktober. Die Ernte der Maisbestände verzögerte sich allerdings um einige Wochen. Es wurde auch bei deutlich höherer Kornfeuchte als 2018 gedroschen. Das feuchtwarme Wetter begünstigte das Wachstum des Fusariumpilzes.

Mykotoxinwerte etwas höher

Die DON-Werte bei Mais (DON=Deoxynivalenol: bedeutendstes Mykotoxin in Österreich) liegen somit 2019 auf einem höheren Niveau als im Vorjahr. Die Grenzwerte der EU werden jedoch im Mittel nicht erreicht. Spät gedroschene Maisbestände zeigen wieder höhere DON-Werte als früh geerntete Bestände.

Zearalenon – ein hormonell wirkendes Mykotoxin – wurde heuer bei Mais vereinzelt gefunden. Der EU-Grenzwert für Lebensmittel liegt bei 350 µg/kg. Dieser Wert wurde beim Monitoring der Landwirtschaftskammer nicht erreicht. Bei Proben aus dem Trockengebiet konnte oft gar kein Zearalenon nachgewiesen werden.

Aflatoxin B2, Aflatoxin G1 und Aflatoxin G2 wurden bei keiner Maisprobe nachgewiesen. Auch auf trockenheitsgeschädigten Bestände konnten keine Aflatoxine festgestellt werden.

wurzelbohrer früh zu finden

Aufgrund des sehr warmen Junis wurden erste Schäden durch die Larve des Maiswurzelbohrers sehr früh festgestellt. Die Larven schädigten die Maiswurzeln so stark, dass bereits im Juli auf manchen Feldern die Maispflanzen den typischen „Gänsehalswuchs“ zeigten. Betroffen waren vor allem die maisstarken Regionen im niederösterreichischen Zentralraum; also die Bezirke Tullnerfeld und St. Pölten.

Die beste Schädlingsbekämpfung stellen nach wie vor Fruchtfolgemaßnahmen dar. Durch die Reduktion des Maisanteils finden die Larven des Maiswurzelbohrers weniger Nahrung. Diese überwintern als Eier im Boden und ernähren sich nach dem Schlupf ausschließlich von Maiswurzeln.

Harald Schally

Steiermark

Der kühle Mai, die Sommertrockenheit und die ungünstigen Abreifebedingungen im September waren die Themen des Maisjahres 2019 in der Steiermark.

Durch...

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