Mister Strip Till Premium

System Immergrün, Strip Till und Mulchsaat mit Zwischenreihen-Begrünungen – das sind die wichtigsten „Zutaten“ des Ackerbaus von Franz Grötschl. Wir haben uns sein „Menü“ angeschaut.

Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen. Diesen Titel kennen sie vielleicht aus My Fair Lady. Ständig grün sind aber auch die Ackerflächen von Franz Grötschl. Denn der Milchbauer aus Lackendorf im Burgenland fährt schon seit vielen Jahren nach dem System Immergrün.

Ziel: 365 Tage begrünt

„Ich versuche, meine Flächen das ganze Jahr über mit Zwischenfrüchten zu begrünen“, so Grötschl. Zusätzlich setzt er in der Anbautechnik auf das Strip Till-Verfahren. Für Grötschl ist dies ein Kompromiss zwischen Mulchsaat und No Till. Damit verfolgt der Landwirt die Ziele, Erosion zu verhindern, Nährstoffe aus den Vorkulturen zu fixieren sowie das Bodenleben und damit auch den Humushaushalt zu fördern. Er bewirtschaftet 72 ha Acker und 15 ha Grünland auf sehr leichten, sandigen Böden (15 bis 30 BP). Auf über 70% seiner Flächen gelingt ihm dies auch nach eigener Aussage.

Auf etwa 50 % der Ackerfläche baut der Landwirt Silomais als Futter für seine rund 70 Kühe plus Nachzucht an. Dessen Anbau haben wir uns in der letzten Saison einmal näher angeschaut. Ausgangspunkt von Grötschls aktuellen Anbausystems ist eine überwinternde Zwischenfrucht. Das Getreidestroh hat er nach der Ernte abtransportiert. Anschließend säte er die Begrünung direkt in die Stoppeln. „Dafür setze ich eine Rabe Mulchsaatmaschine ein. Allerdings hebe ich die vor der Säschiene laufende Kurzscheibenegge aus. So gelingt die Direktsaat ohne wesentliche Erdbewegung“, so der Landwirt.

Die Zwischenfrucht bringt er im Rahmen der ÖPUL-Begrünungsvarianten 4, 5 oder 6 aus. Diese werden mit 120 bis 170 €/ha gefördert. Die schnelle Begrünung ist laut Grötschl besonders wichtig, denn „nur ein bedeckter Boden schützt vor Austrocknung und fördert das Bodenleben, damit der Kohlenstoff-Kreislauf in Takt bleibt! So kann mehr CO2 im Boden gespeichert werden, der dann zu Humus wird.“

Die Zwischenfrüchte kann Grötschl bei Bedarf noch im Herbst verfüttern. Wegen der winterharten Komponenten kann er zudem auch den Frühjahrsaufwuchs nochmals als Futter nutzen. Im Herbst hat Grötschl noch eine Güllegabe per Scheibeninjektor ausgebracht.

Damit kommen wir auch zu einem Hauptbestandteil seines Anbausystems, dem Güllefass mit Strip Till Gerät. Das 13000lGüllefass mit Injektionstech-nik von Venhuis hat Grötschl in den Niederlanden gebraucht gekauft. Anstelle des 7,20 m breiten Scheibeninjektorgestänges kann der Landwirt auch ein Strip Till-Gerät an das Güllefass anhängen. Dieses kann er aber auch solo einsetzen.

Drei Jahre experimentiert

„An diesem System habe ich drei Jahre herumexperimentiert, bis es zu meiner Zufriedenheit funktionierte“, so der Landwirt. Gebaut hat das Strip Till Gerät die Fa. Bremer in...

Verpassen Sie nichts mehr!

Erhalten Sie Zugriff auf diesen und alle weiteren relevanten Beiträge sowie auf unsere exklusiven Newsletter. Testen Sie jetzt ganz unverbindlich.

30 Tage kostenlos testen
Mehr erfahren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen