Neues gegen Unkraut, Pilze & Co. für 2020 Plus

Welche neuen Mittel Landwirte 2020 in Getreide, Rüben etc. einsetzen können, zeigten die 60. Österreichischen Pflanzenschutztage. top agrar fasst die wichtigsten Neuheiten für Sie zusammen.

Pflanzenschutz sichert unsere Ernährung. Ohne Spritzmittel müssten wir mit Ertragseinbußen von 30 bis 40% rechnen.“ Mit diesen Worten eröffnete Joseph Verreet von der Uni Kiel die Pflanzenschutz-Tagung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für integrierten Pflanzenschutz (ÖIAP) im südsteirischen Seggau. „Der Klimawandel stresst die Pflanzen und fördert Schädlinge und Pilzkrankheiten“, so Leonhard Steinbauer vom Land Steiermark.

Spezialunkräuter, wie Ragweed, profitieren dagegen vom wärmeren Klima. „Und zusehends verlieren wir unsere Wirkstoffvielfalt, weil die Menschen chemischem Pflanzenschutz misstrauen. Die Gefahr von Resistenzen steigt damit jedoch immer mehr“, so Andreas von Tiedemann von der Uni Göttingen. Neben diesen Problemen bringt 2020 aber auch neue Pflanzenschutzmittel. Wir bringen nachfolgend einen Überblick über die neuen Mittel.

Rüben: Zwei neue Herbizide

Für Rübenbauern gibt es mit Debut DuoActive ein neues Herbizid. „Damit wollen wir Präparate mit Desmedipham ersetzen, die bis 2021 wegfallen. Gegen Gänsefuß, Bingelkraut, Hundspetersilie und Knöterich erzielt Debut DuoActive tolle Ergebnisse“, erklärt Anna Neubert von FMC. „Mit den Wirkstoffen Lenacil und Triflusulfuron-Methyl wirkt das Mittel sowohl über den Boden als auch am Blatt.“

Eine gute Verträglichkeit verspricht der Hersteller ebenfalls. „Rübenpflanzen überstehen eine viermal höhere Dosis als empfohlen. Das haben wir selbst getestet“, so Neubert. Die Zulassung ist beantragt.

Von der Firma Bayer wurde mit Conviso One ein weiteres Herbizid in Rübe vorgestellt. Mit den Wirkstoffen Foramsulfuron und Thiencarbazon kombiniert man hier zwei ALS-Hemmer. Es kann nur in ALS-toleranten Rübensorten von KWS verwendet werden.

Damit will man Rübenbauern ein Mittel gegen Ungräser und Unkräuter bieten. „Um Resistenzen vorzubeugen, empfehle ich das Mittel immer mit Mero zu kombinieren und im Rahmen der Fruchtfolge einmal zu pflügen“, so Johannes Ortmayr von Bayer Österreich. „Rübenbauern sollen Conviso One zweimal jeweils im 2-Blattstadium vom Weißen Gänsefuß mit 0,5 l in Mischung mit 1,5 l Mero je ha einsetzen.“

Ein neues Herbizid in Raps gibt es von Kwizda: Belkar hat im Sommer die Zulassung erhalten. Gegen Besenrauke, Klettenlabkraut und Storchschnabel soll das Mittel Abhilfe schaffen. „Wir empfehlen Belkar mit 0,5 l/ha im 6- bis 8-Blattstadium anzuwenden. Aber auch zwei Überfahrten sind möglich. Dann sollten Landwirte 0,25 l/ha im Zweiblattstadium und im 6- bis...

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