Sortenratgeber 2019 für Roggen und Triticale Premium

Roggen und Triticale sind im Aufwind. Ihre Anbaufläche stieg im Herbst 2018 jeweils um ca. 3000 ha gegenüber dem Vorjahr. Hier erfahren Sie, was Sie bei der Sortenwahl 2019 beachten sollten.

Der vergangene schneereiche Winter war für Roggen- und Triticaleanbauer in manchen Regionen eine Herausforderung. So winterten einige Bestände im Mühl- und Waldviertel aufgrund von Schneeschimmel aus. Das trockene Frühjahr bis Ende April führte im Pannonikum teilweise zu schütteren Beständen.

Verbreitet Braunrost

In anderen Landesteilen konnten sich aber auch dichte Bestände etablieren. Die Hauptkrankheiten waren bei Roggen Braunrost und bei Triticale Mehltau und Braunrost. Im Mühl- und Waldviertel wurde die Ernte auf Grund von Regenfällen unterbrochen. Die Fallzahlen blieben aber meist ausreichend hoch.

Bei der Sortenwahl sollten Sie entsprechend die für Ihre Region wichtigen Kriterien beachten. Welche Sorten bei welchen Eigenschaften ihre Vorzüge, aber auch Nachteile besitzt, lesen Sie im Folgenden.

Bewährte Populationsroggen

Beim Roggen stehen in konventionellen Betrieben die Populationssorten hauptsächlich auf geringeren bis mittleren Böden. Auf Bioflächen werden dagegen überwiegend die Populationsroggensorten angebaut.

Dukato ist die bedeutendste Roggensorte und liegt ertraglich an der Spitze des Sortimentes. Von ihm wurde so viel Saatgut produziert, wie von den nächsten drei Populationssorten gemeinsam. Bei allen Krankheiten liegt er in einem ähnlichen Bereich wie die übrigen Sorten. Sein Hektolitergewicht ist etwas höher.

Der mittelfrüh reifende Conduct ist längerhalmig und etwas weniger standfest. Elias besitzt im Mühl- und Waldviertel das höchste Ertragspotenzial. Er wird von Mutterkorn am geringsten infiziert. Amilo punktet nach wie vor mit seiner hohen Qualität. Besonders die hohe Fallzahlstabilität brachte ihm in vielen Jahren einen Erfolg. Elego wird nur mehr in geringem Umfang angeboten. Neben diesen moderneren Sorten werden auch noch die beiden alten Sorten Schlägler und Oberkärntner vermarktet. Diese werden im ÖPUL als „seltene landwirtschaftliche Kulturpflanzen“ gefördert.

Saatgut in Bioqualität gibt es von Amilo, Conduct, Dukato, Elego, Elias und Schlägler sowie den Grünschnittroggen Beskyd und Protector.

Neues bei den Hybridroggen

Der Züchtungsfortschritt bei den Hy-bridroggen...

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Artikel geschrieben von

Clemens Flamm

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Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos

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