Unkraut in Mais bekämpfen: Die Kombi macht’s Plus

Wie Sie Ihren Mais mit einer geschickten Kombination aus mechanischen und chemischen Maßnahmen unkrautfrei bis zum kritischen 8-Blattstadium bringen, erfahren Sie von Franz Kastenhuber.

Angesichts zunehmend trockener Jahre kommt es darauf an, dem Mais das wertvolle Wasser inkl. den darin enthaltenen Nährstoffen zur Verfügung zu stellen. Deshalb müssen Sie alles daran setzen, die Konkurrenz durch Unkräuter zu verhindern. Dies gilt besonders in der Zeit bis zum 8-Blatt Stadium des Maises. Denn bis dahin wird er durch Begleitpflanzen sehr negativ beeinflusst. Später auflaufendes Unkraut stört die Entwicklung nicht mehr so stark. Allerdings hinterlässt es Samen für die Zukunft. Die Kronenwurzeln des Maises bilden sich ab dem 4-Blatt Stadium; der Mais stellt die Ernährung auf diese Wurzeln um. Diese Wurzeln sollen keine Konkurrenz anderer Pflanzenwurzeln um Nährstoffe und Wasser erleiden.

Möglichst früh chemisch

Im 4- bis 5-Blattstadium des Maises wächst der Vegetationskegel aus dem Boden heraus (er ist zuerst unter der Erde). Außerdem wird die Cuticula des Maisblattes durchlässiger. Darum kann es bei Herbizidanwendungen zu Beeinflussungen kommen. Eine chemische Behandlung sollte darum möglichst früh erfolgen.

Bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen ist immer der „Integrierte Pflanzenschutz“ und noch besser der „Integrierte Pflanzenbau“ zu bedenken. Bei der Unkrautbekämpfung gehören dazu die vorbeugenden Maßnahmen wie Feldhygiene, Bodenbearbeitung mit der Saatbettbereitung, Saat und Düngung. Weiters gehören die mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen wie Striegeln und Hacken und die chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen zur Bekämpfung von Unkräutern und Ungräsern in Mais dazu. Als wichtige Maßnahme gilt in der Fruchtfolge der optimale Einsatz von Zwischenfrüchten. Gerade bei der Mulchsaat, noch mehr bei der Direktsaat, ist es entscheidend, dass die Zwischenfrüchte vor Mais möglichst gut den Boden bedecken und die Unkräuter dadurch unterdrücken. Zu dünne, schlecht entwickelte Zwischenfruchtbestände fördern im Frühjahr sehr stark die Verunkrautung.

Dichte Bestände mit vielseitigen Mischungen decken den Boden optimal ab und „ersticken“ das Unkraut im Frühjahr. Wir machen seit mehreren Jahren „Unkrautbekämpfungsversuche in Körnermais“ – gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer für OÖ – immer ohne Gyphosatunterstützung und konnten immer gute Ergebnisse erreichen (Übersicht). Details auf Seite 28.

Die Bodenbearbeitung zur Saat ist die zweite wichtige Maßnahme. Sie sollte möglichst trocken erfolgen – dies ist günstig zur Maisaussaat. Dies ist aber auch wichtig, damit die bearbeiteten, zum Teil vernichteten Unkräuter möglichst vertrocknen und nicht wieder austreiben.

Die Saat des Maises soll in einen trockenen Boden erfolgen. Das Saatbett sollte nicht zu fein sein. Der Boden sollte sich rasch auf...

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