Agrana

10 % höherer operativer Gewinn als im Vorjahr

"Mit einem EBIT von 31,2 Mio. Euro im dritten Quartal nach 28,5 Mio. Euro im Wirtschaftsjahr 2020/21 konnten wir unseren Ausblick bestätigen", erklärt Agrana-CEO Markus Mühleisen zu den aktuellen Bilanzergebnissen. Agrana geht auch für das vierte Quartal im Jahresvergleich von einer sehr deutlichen EBIT-Verbesserung aus und hält an dem Ausblick fest, das Vorjahres-EBIT zumindest um 10% zu übertreffen.

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2021/22 (1. März bis 30. November 2021) hat die Agrana ein Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 76 Mio. Euro erzielt und damit um 9,8% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse konnte der Konzern in den ersten drei Quartalen dagegen um 10,4% auf 2.169,6 Mio. Euro gegenüber 2020/21 steigern.

Stärkster Umsatzbringer Stärke

Der Umsatz im Segment Stärke lag in den ersten drei Quartalen 2021/22 mit 737,8 Mio. Euro um +18,8% deutlich über dem Vorjahreswert. Es wurden höhere Haupt- und Nebenproduktmengen nachgefragt als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Im Ethanolgeschäft erreichten die Platts-Notierungen im dritten Quartal laut Agrana historische Höchststände und lagen in den ersten drei Quartalen im Durchschnitt um 24% über dem Wert der Vergleichsperiode. Das EBIT ist nach neun Monaten mit 53,5 Mio. Euro um 8,5% unter den Vorjahreswert gesunken. Als Hauptursache nannte Agrana im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Einkaufspreise für Rohstoffe (Weizen, Mais) und Energie, die noch nicht in vollem Ausmaß über angepasste Produktpreise ausgeglichen werden konnten.

Zucker 8,8 % über Vorjahr

Der Umsatz im Segment Zucker erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2021/22 mit 492,7 Mio. Euro um 8,8% gegenüber dem Vorjahr. Neben erneut hohen Absätzen im Retail-Bereich gab es auch eine Erholung in der Industriesparte, in der mehr Zucker als in der Vorjahresperiode verkauft wurde. Das EBIT in den ersten drei Quartalen 2021/22 fiel mit -13,7 Mio. Euro zwar besser als im Vorjahr aus, war aber auch nach neun Monaten negativ. Hier wirkten noch die unterdurchschnittliche Eigenproduktion nach der schädlingsbedingt geringen Ernte 2020 und die daraus resultierende geringere Marge aus notwendigem Handels- und Raffinationszucker nach, erklärt das Unternehmen.

Frucht dieses Mal nur moderat gestiegen

Der Umsatz im Segment Frucht wuchs in den ersten drei Quartalen mit 939,1 Mio. Euro moderat um 5,3%. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze vor allem aufgrund höherer Verkaufspreise. Bei Fruchtsaftkonzentraten gingen die Umsatzerlöse mengenbedingt leicht zurück. Das EBIT erreichte nach neun Monaten 36,2 Mio. Euro und lag damit um 12,3% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Grund für die Verschlechterung lag in erster Linie im schwächeren Verkauf von Fruchtsaftkonzentraten aus der Ernte 2020. Dafür waren geringere Ausliefermengen in Kombination mit niedrigeren Deckungsbeiträgen bei Apfelsaftkonzentraten im ersten Halbjahr 2021/22 maßgeblich, berichtet Agrana.

Positiver Ausblick

Agrana rechnet für das volle Geschäftsjahr 2021/22 unverändert mit einem deutlichen Anstieg beim Konzern-EBIT zumindest um 10%. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen. Aufgrund der extremen Volatilitäten bei Rohstoff- und Energiepreisen und einer wieder verschärften COVID-19-Situation ist die Prognose für das Gesamtjahr aber von sehr hoher Unsicherheit geprägt, machte der Konzern aufmerksam. Das Investitionsvolumen der Agrana-Gruppe beträgt im Geschäftsjahr 2021/22 rund 92 Mio. Euro und liegt damit deutlich unter den Abschreibungen von zirka 120 Mio. Euro.