Precision Farming

Ab Februar 2021 kostenloses RTK-Signal

Das kostenlose Korrektursignal RTK steht ab 1. Februar 2021 für die heimische Landwirtschaft zur Verfügung. Dafür haben das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaft (BMDW) und das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) nun das Verwaltungsübereinkommen zur unentgeltlichen Bereitstellung des APOS-Dienstes (Austrian Positioning Service) für die Landwirtschaft abgeschlossen.

1

Ab Februar 2021 steht allen Landwirten das RTK-Korrektursignal kostenlos zur Verfügung. (Bildquelle: RWA)

"Die kostenlose Bereitstellung des RTK-Signals ist eine große Erleichterung für unsere Betriebe und ein riesiger Impuls für die Digitalisierung der heimischen Landwirtschaft. Der Zugang zu digitalen Anwendungen wird damit erheblich leichter", erklärt Landwirtschaftsministerin Elisbeth Köstinger dazu.

Die exakte und schnelle Bestimmung der Position ist eine Grundvoraussetzung für den Einsatz von Lenksystemen sowie von autonomen Geräten und somit die Grundbedingung für die Präzisionslandwirtschaft und für umwelt- beziehungsweise tiergerechte Bewirtschaftungsmethoden. Im Regierungsprogramm ist eine kostenfreie Bereitstellung des RTK-Signals (Real Time Kinematic) für die Land- und Forstwirtschaft verankert.

Herstellerübergreifendes, kostenloses RTK-Signal

Ein einheitliches, herstellerübergreifendes und kostenfreies RTK-Signal mit bundesweiter Netzabdeckung ist vor allem bei den kleinen Betriebsstrukturen in Österreich sinnvoll. Mit der freien Nutzung der RTK-Signale von APOS können noch mehr landwirtschaftliche Betriebe die enormen Potenziale der Präzisionslandwirtschaft für sich nutzen. Ein durchschnittlicher landwirtschaftlicher Betrieb erspart sich dadurch im Schnitt rund 800 Euro pro Jahr, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium weiter. Die Registrierung wird über die Homepage der Landwirtschaftskammer Österreich (www.lko.at) möglich sein.

Vorteile für Betriebe

Die Nutzung des RTK-Signals biete zahlreiche Vorteile für die landwirtschaftlichen Betriebe. Sie ermöglicheeine zentimetergenaue Positionsbestimmung bei Aussaat, Pflege und Ernte - auch bei Dunkelheit und Nebel - und sie sorge dafür, dass es bei diesen Tätigkeiten keine Überlappungen gibt. Daraus resultiere ein entsprechendes Einsparpotenzial an Betriebsmitteln (Saatgut, Dünger, Kraftstoffe, Verschleißteile).

Die teilflächenspezifische Bewirtschaftung erhöhe die Effizienz, außerdem führe diese Form der Präzisionslandwirtschaft zu einer geringeren Bodenverdichtung. Insgesamt werde die Produktivität durch höheren Bedienkomfort, ermüdungsfreies Arbeiten, höhere Flächenleistung und Zeiteinsparung verbessert. Darüber hinaus wird auch die Dokumentation dieser Arbeiten am Betrieb erleichtert.


Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen