Ambrosia: Höchste Alarmstufe in der Südsteiermark

Augen auf in Sachen Ambrosia heißt es aktuell für Landwirte in der Südsteiermark. Das gefürchtete Unkraut steht kurz vor der Blüte. Am stärksten ist der Bezirk Radkersburg betroffen, aber auch aus dem Bezirk Leibnitz gibt es Meldungen über Ambrosia-Vorkommen.

Das Problemunkraut Ambrosia sollte jetzt bekämpft werden. (Bildquelle: )

Das Beifußblättrige Traubenkraut, auch als Ragweed" bekannt, stellt eine massive Bedrohung für landwirtschaftliche Kulturen wie Kürbis oder Sonnenblumen dar, die sie regelrecht überwuchert. Die Pflanze verfügt aber auch über ein hohes Potenzial zur Gesundheitsgefährdung. Ihre Pollen lösen sehr starke allergische Reaktionen, wie Heuschnupfen, Bindehautentzündungen und Asthma aus. Für Experten wie den Biologen Siegfried Jäger ist sie die Allergiepflanze schlechthin.

Oft durch Vogelfutter verbreitet

Das Traubenkraut breitet sich durch massenhafte Samenproduktion rapide in Europa aus. Ende Mai bis Anfang Juni keimt das Traubenkraut und bildet Ende Juni bis Mitte Juli erste Blütenknospen. Durch die enge Verwandtschaft mit der Sonnenblume wird Ambrosia häufig durch verunreinigtes Vogelfutter verbreitet. Im Keimblattstadium weisen vor allem Kamille-Arten eine Ähnlichkeit mit Ambrosia auf. Im weiteren Entwicklungsverlauf sind besonders Verwechslungen mit dem Gemeinen Beifuß möglich. Eine chemische Bekämpfung des Problemunkrautes ist bei Maisanbau möglich, jedoch nur eingeschränkt im Wasserschongebiet. Auf Kürbis- und Sonnenblumenanbauflächen ist das gefährliche Unkraut nur mechanisch bekämpfbar. Die Bayrische Landesanstalt für Landwirt-schaft rät, Einzelpflanzen bei Blühbeginn mit der Wurzel herauszureißen. Dabei sollten Handschuhe und eine Staubmaske getragen werden. Die ausgerissenen Pflanzen sollten in einen Plastikbeutel gepackt und über die Restmülltonne entsorgt werden. Bei größeren Beständen kann eine Mahd oder Mulchen kurz nach Blühbeginn etwa Mitte Juli bis Anfang August vor weiterer Ausbreitung schützen. Regelmäßige Kontrollen des Bestandes helfen, neu aufgelaufene Ambrosiapflanzen zu entdecken und zu bekämpfen. Um eine weitere Verbreitung des Traubenkrautes zu verhindern, verweist die Bezirksverwaltungsbehörde auf das Steiermärkische Pflanzenschutzgesetz. Demnach müssen Grundstücksbesitzer, auf deren Flächen sich Ambrosia befindet, diese vernichten. Sollte das Unkraut bei Kontrollen dennoch festgestellt werden, sind Geldstrafen von bis zu 7.270 € vorgesehen.

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