Betriebe bald aus dem Weltall überwacht

Landwirtschaftliche Betriebe werden zukünftig vollständig aus dem Weltraum überwacht. Das mache physische Kontrollen überflüssig, teilt die EU-Kommission mit und verspricht verwaltungstechnische Erleichterungen für die Erzeuger. Möglich machten das neue Technologien aus dem Weltraumprogramm der EU.

Satellit

Per Satellit sollen künftig alle landwirtschaftlichen Betriebe in der EU kontrolliert werden. Vorort-Kontrollen könnten damit bald passé sein. (Bildquelle: pixabay.com/Stevebidmead )

Denn in dieser Woche treten neue Regeln in Kraft, nach denen sich die EU-Mitgliedstaaten vollständig auf Daten aus der Satellitenüberwachung verlassen dürfen und auf Besuche vor Ort verzichten können.

Zwei Satelliten überwachen alle Kulturen

Der Satellit Sentinel 1 liefere Daten über die heranwachsende Biomasse auf den Feldern und über Erntezeitpunkte, berichtet die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA). Der Satellit Sentinel 1 fliege alle zwei Tage über die EU und liefere damit aktuelle Daten.

Sentinel 2 erfasse mit hochauflösenden Kameras die unterschiedlichen Kulturen auf den Flächen sowie mögliche Landnutzungsänderungen und könne etwas über den Gesundheitszustand der Pflanzen aussagen. Sentinel 2 fliege alle drei bis vier Tage über die Europäische Union.
 
EU-Agrarkommissar Phil Hogan lobte die neue Technologie, die einerseits dem Landwirt zeitaufwendige Besuche und unnötigen Papierkram erspare, andererseits aber eine exakte Einhaltung der Auflagen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sicherstelle.


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