Donau Soja: Ziel für heuer sind 200.000 t

Seinem Ziel, den Soja-Import zu minimieren und die Bedingungen für erfolgreichen Sojaanbau in Europa zu verbessern, kommt Verein Donau Soja wieder ein Stück näher: Im April 2014 wurde ein Büro in Novi Sad eröffnet. Für heuer strebt der Verein an, die Grenze von 200.000 t zertifiziertem Saatgut zu knacken. Das gibt der Verein heute in einer Aussendung bekannt.

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Seit Gründung im April 2012 arbeitet der Verein mit Sitz in Wien daran, den Gentechnik-freien und europäischen Sojaanbau zu fördern. Seither konnte Donau Soja nach eigener Aussage an die 150 Firmen und Organisationen aus 15 Ländern motivieren, diese Ziele und damit das Projekt zu unterstützen.

„Der Donau Soja Standard und seine Richtlinien sind entwickelt, Erstverarbeiter, Mischfutterwerke, Agrarhändler und viele weitere Partner sind zertifiziert. Das erste große Projekt – die Umstellung der Legehennen – konnte erfolgreich absolviert werden. Parallel dazu beginnen wir intensiv mit Landwirten und Partnern aus der gesamten Donau Region zu arbeiten.“, sagt Matthias Krön, Obmann des Verein Donau Soja.
 
Vojvodina, Spitzenreiter im Sojaanbau
 
Serbien sei seit Beginn des Projekts ein wichtiger Partner. Die serbische Region Vojvodina sei eine der fortschrittlichsten und am besten entwickeltesten Regionen im Sojaanbau und der Sojaforschung. Der Anbau von Sojabohnen in Vojvodina betrug laut Donau Soja 2013 155.000 ha. Wegen der idealen Standort-Bedingungen eigne sich Vojvodina hervorragend für den Sojaanbau. Nicht verschmutzte Böden, günstiges Klima, landwirtschaftliche Technologien, als auch hochentwickeltes Saatgut seien Gründe dafür.


„Mit dem Competence Center in Novi Sad wird es uns gelingen, unsere internationalen Aktivitäten und Kooperationen mit Landwirten noch besser auszubauen. Die Donau Region kann durch die Region Vojvodina viel lernen“, so  Krön. Für den Aufbau des Büros, regionale und landwirtschaftliche Projekte in Bosnien und Serbien und für die Betreuung von Mitgliedern zeichnet Marija Kalentic verantwortlich. „Mit Donau Soja haben wir die perfekten Rahmenbedingungen, um Bosnien, ganz Serbien aber ebenso die gesamte Donau Region davon profitieren zu lassen“, erklärt die Agronomin.

3500 Supermärkte mit Donau Soja Eiern

Dieses und weitere Projekte sollen laut Krön die Tonnagen an zertifiziertem Donau Soja sicherstellen. Legehennen, Masthühner und Schweine würden mit erheblichen Mengen an Soja gefüttert: Allein Österreich benötige 600.000 Tonnen pro Jahr. REWE, Spar und Hofer, Mitglieder des Vereins Donau Soja, verkauften jährlich mehr als 350 Millionen Eier. Legehennen werden seit November 2013 ausschließlich mit zertifiziertem Donau Soja gefüttert, heißt es weiter.

3.400 Supermärkte würden nun Donau Soja Eier anbieten und damit einen wichtigen Beitrag leisten, die europäische Landwirtschaft zu fördern und CO2 einzusparen. Dazu werden laut Krön aus der Ernte 2013 bereits 40.000 Tonnen zertifiziert. Für weitere Projekte, wie auch die Zertifizierung von Speisesoja, benötigt es mehr an regional produziertem Soja. Krön: „Serbien spielt hier eine wesentliche Rolle, um 2014 die 200.000 Tonnen Grenze zu überschreiten.“
 
 


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