Frühkartoffelsaison ist angelaufen

Am Speisekartoffelmarkt nehmen die noch vorhandenen Lagerbestände sehr rasch ab. Die Gründe dafür liegen in den geringeren Erntemenge und den hohen Aussortierungen. Erste Frühkartoffel aus Ägypten und Zypern sind in Österreich bereits eingetroffen.

Selten ging die Vermarktung von Speiseware aus der Vorjahresernte so rasch zu Ende. Die ersten Lager waren bereits Mitte Feber leer. Bei den meisten anderen Händlern dürfte es bis Ende März soweit sein. (Bildquelle: pixabay )

Eine ausgedehnte Hitzeperiode über Mitteleuropa führte 2018 zu Stress in den Kulturen. Eingeschränktes Knollenwachstum, Kindelbildung, Schaddruck, Bodenverkrustungen und in letzter Konsequenz hohe Ertragsausfälle waren die Folge. Die Gesamtproduktion an Kartoffeln (inklusive Verarbeitungsware) sank in der EU-28 gegenüber dem Vorjahr um 15%.
In Deutschland wurden Ernteeinbußen von -24% gemeldet. Ein relativ großer Teil der Knollen war aufgrund grober Mängel schwer bis gar nicht zu vermarkten.
 
Nur mehr knappes Angebot aus der 2018er Ernte
 
Ende Dezember waren die Kartoffelvorräte um 35% geringer als ein Jahr zuvor. Das Angebot ist derzeit so knapp wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Sowohl in Flachlägern als auch in vielen Kistenlägern geht die Ware mittlerweile zur Neige. Pflanzkartoffeln sind, wie auch in Österreich, knapp und teuer.
 
Erste Frühkartoffeln in Österreich eingetroffen
 
Die Lagerbestände werden heuer europaweit definitiv schneller zu Ende gehen als üblich. Die nationalen Märkte sind alle sehr aufnahmefähig und aus den klassischen Frühkartoffelregionen Südeuropas wird kein übermäßiger Angebotsdruck erwartet, berichtet die AMA. Die österreichischen Landwirte sind abgabebereit, denn die Lagerbedingungen sind nicht immer optimal und die Konditionen lassen nach.

Ende März könnte die letzte alterntige Ware über den Ladentisch gehen. Erste Frühkartoffeln aus Ägypten und Zypern sind bereits in heimischen Filialen des Handels eingetroffen. Nennenswerte Mengen aus Israel werden, wenn überhaupt, aufgrund kalter, nasser Witterung vorrausichtlich ein bis zwei Wochen später, also Mitte/Ende März, kommen. Ob es im Bundesgebiet zu Engpässen an heimischen Erdäpfeln kommen wird, hängt davon ab, ob das Wetter mitspielt und wann die ersten Frühkartoffeln gerodet werden können.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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