Glyphosat-Verbot: IGP spricht von Schaden für Landwirtschaft und Umwelt

Als einen Beschluss zulasten von Umwelt und Landwirtschaft kritisiert die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) die Ankündigung der FPÖ, mit der SPÖ ein Glyphosat-Verbot durchsetzen zu wollen. Die FPÖ hat am Mittwoch die Unterstützung des entsprechenden SPÖ-Antrags im Nationalrat angekündigt. Der Antrag muss nun im Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft behandelt werden.

Hier wurde eine Aufwuchs vor Soja mit Glyphosat behandelt. "Glyphosat ist ein in der Landwirtschaft und vor allem bei bodenerhaltenden Anbauweisen nicht wegzudenkender Wirkstoff", erklärt IGP-Obmann Christian Stockmar. (Bildquelle: agrarfoto.com)

„Glyphosat ist ein in der Landwirtschaft und vor allem bei bodenerhaltenden Anbauweisen nicht wegzudenkender Wirkstoff", so IGP-Obmann Christian Stockmar. "Beim Pflügen etwa ist eine ähnliche Wirkungsäquivalenz zur Bekämpfung von Unkraut nur durch ein bis drei Bearbeitungsgänge zu erreichen, was unweigerlich zur Zunahme von Bodenerosion und zu einem rapiden Anstieg der CO2-Emissionen durch vermehrte Überfahrten führen würde. Zudem würde sich ein Verbot von Glyphosat negativ auf Ertrag und Qualität des Erntegutes auswirken. Das Ergebnis wären der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit für die heimischen Landwirte, sinkende Erträge und eine zunehmende Abhängigkeit von Importen aus dem Ausland“, erklärt Stockmar.

Die IGP kritisiert zudem die Argumentation der FPÖ: „Argumentiert man mit einer Gefahr einer Substanz oder der Einstufung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), dann müssten Alkohol, Wurst und Fleisch verboten werden, die höher eingestuft wurden als Glyphosat“, unterstreicht Stockmar. Es besteht in der seriösen Wissenschaft und auf Basis von 3.300 Studien zudem Konsens zur Sicherheit von Glyphosat bei sachgemäßem Einsatz. Dieser Konsens wird von zahlreichen Gesundheitsbehörden weltweit bestätigt. Dazu gehören:

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Torsten Altmann

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