Heimische Erdäpfel kaum noch vorhanden

Mit Ende der Woche werden weitere Vermarkter keine österreichischen Erdäpfel mehr anbieten können, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. Die Erlöse für Restmengen bleiben nach Ostern auf unverändertem Niveau.

Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 30 Euro/100 kg zu erzielen. (Bildquelle: pixabay)

Von den Osterfeiertagen gingen neue Impulse für die Vermarktung von Kartoffeln in Niederösterreich aus. Der Absatz legte zwar sowohl bei alterntigen als auch bei Frühkartoffeln zu, durch die höhere Verfügbarkeit war das Mengenplus bei der Frühware aber deutlich ausgeprägter. Das Angebot von Importware im Lebensmitteleinzelhandel wird weiter zunehmen. Dabei sind auch Kartoffeln aus Frankreich für die Händler immer schwieriger zu bekommen, da in ganz Europa Interesse an dieser Ware besteht. Die Preise für importierte Kartoffeln sind daher stark gestiegen.

Hohe Preise für äyptische Erdäpfel

Für die Restmengen an heimischer Ware bleiben die Erlöse ohne Änderung. In Niederösterreich werden Speisekartoffeln meist um 25 Euro/100 kg übernommen. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 30 Euro/100 kg zu erzielen. In Deutschland dominieren in der Kartoffelvermarktung mittlerweile die Frühkartoffeln aus Ägypten. Deutsche Lagerware ist nur in Niedersachsen noch in größerem Umfang verfügbar. Notierungspreise für alterntige Ware werden mangels Umsätzen in den meisten Regionen daher nicht mehr veröffentlicht. Mit 64 bis 69 Euro/100 kg bleiben die Preise für Frühkartoffeln aus Ägypten auf hohem Niveau. Seit Vermarktungsbeginn sind die Notierungen hier eher gestiegen als gefallen. Auch nach Ostern wird mit keiner Preisänderung gerechnet, da die Importware sehr gefragt ist und keine Konkurrenz durch Lagerware besteht.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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