IGP bekennt sich zu Transparenz bei Zulassung von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen

Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) begrüßt den Vorstoß der EU-Kommission zu mehr Transparenz im Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe als vertrauensbildende Maßnahme.

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Stockmar fordert Ende der Diskreditierung der Industrie und sachlichen Dialog. (Bildquelle: IGP )

Christian Stockmar, Obmann der IGP, fordert dazu aber auch ein Ende der Diskreditierung der Hersteller dieser Präparate. Wir fordern eine Anpassung der Standards von NGO-Studien an internationale wissenschaftliche Standards, wie sie die Industrie bei der Entwicklung und Zulassung von Wirkstoffen einhält. Nur dann sollten diese Studien auch in den wissenschaftlichen Diskurs aufgenommen werden., so Stockmar.

Die Entwicklung eines Wirkstoffs bis zur Zulassung dauert 13 Jahre und kostet bis zu 286 Mio. Euro. Zur Zulassung werden etwa 50.000 Seiten an wissenschaftlichen Studien und Analysen eingereicht. Es kann nicht sein, dass dann Werbebroschüren und Kampagnen ein höherer Stellenwert gegeben wird, als diesen wissenschaftlichen Fakten, betont Stockmar. Den Vorschlag, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf Antrag der EU-Kommission Studien selbst nachfordern könne, lehne die Industrie ab, so Stockmar, denn die Erstellung von Studien sollte in der Verantwortung der Hersteller verbleiben".

Weitere Verzögerung der Zulassung schadet Landwirtschaft

"Wir warnen davor, dass diese Maßnahmen in der Folge zu einer weiteren Verlängerung des Zulassungsprozesses führen. Das bremst die Innovationskraft und verhindert eine Versorgung der Landwirte mit entsprechenden Betriebsmitteln, um die Ernte vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen. Das würde die europäische Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb weiter zurückwerfen, die Abhängigkeit von Importen aus Übersee erhöhen sowie den landwirtschaftlichen Strukturwandel und damit auch das Bauernsterben beschleunigen, warnt Stockmar. Eine aktuelle, in der Tageszeitung Die Presse" veröffentlichte Studie zeige zudem, dass dies nicht im Sinne der heimischen Konsumenten sei: Sie vertrauen auf die Qualität der österreichischen Produkte sowie in die heimische Landwirtschaft und sorgen sich zunehmend um die Abhängigkeit von Importen, so der Obmann. (aiz.info)


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